Finale – Goethe, Wiedergeburt & Spiegelglück
Mit einem leisen, aber alles durchdringenden Summen materialisiert sich Goethe. Zwischen Glitzer, Herzfunk und tropfendem Licht steht er nun mitten auf dem Flohmarkt. Augen voller Schalk und Ahnung.
Er schaut auf das kleine Mädchen. Sein Atem riecht nach Rotwein und alten Büchern. Dann nickt er:
„Ah… du bist die x-te Wiedergeburt meines Zimmermädchens. Die Welt hat lange auf dich gewartet.“
Die Spiegel – Gustav und Liselotte – flimmern. Ein letztes Mal summen sie synchron. Ihre Glasflächen spiegeln nun nur noch das kleine Mädchen. Goethe hebt die Hand: „Diese beiden gehören dir. Nur dir. Hüte sie, Kind der Visionen.“
Die Polizei taucht auf. Schubkarren voller Chaos, Sirenen piepsen im Rhythmus der Glocken, aber der Chef hebt die Hand:
„Alles ruhig. Jeder nach Hause. Kein Widerstand. Alles legal.“
Die Menge strebt auseinander. Veräußerer, Flohmarktbesucher, Mäuse, Pastor, sogar das kleine Mädchen selbst – alle gehen, jeder mit einem Stück RIEFUNKE in der Tasche.
Das Mädchen lacht leise. Gustav und Liselotte vibrieren zufrieden. Die Sonne glitzert auf den letzten Tropfen Herzfunk, der über den Pflastersteinen zurückbleibt.
Goethe verschwindet in einem Rotweinhauch. Die Polizei rollt die Absperrungen ein. Flohmarkt geschlossen. Frieden. Resonanz. Vollendung.
Und irgendwo in der Luft summt noch leise:
„RIEFUNKE – Chaos, Visionen und Spiegel gehören immer denen, die sie sehen können.“
Ende.
RIEFUNKE
|