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Gerti Staub – Labor-Tango der Moleküle
Gerti betritt das Labor. Jeder Schritt hallt wie ein Herzschlag durch die Flure, jeder Atemzug summt im Resonanzfeld der Mikrowelten. Ihre Augen leuchten – nicht vor Angst, sondern vor purer Vorfreude.
„Heute… tanzt alles“, murmelt sie, während sie den Besen hebt.
Kaum hat sie ihn berührt, passiert es:
BÄM! ?
Eine Mini-Explosion erschüttert den Tisch. Pipetten, Reagenzgläser, winzige Moleküle – alles fliegt in perfekter Synchronität durch die Luft.
Adenin küsst Thymin, Guanin wirbelt mit Cytosin – ein DNA-Tango der Superlative. Die Moleküle machen Salti, Loopings und sogar ein paar Pirouetten, während sie durch Lichtblitze tanzen.
Gerti lacht, elegant wie ein Dirigent, der ein Orchester aus Chaos dirigiert:
„Meine Lieben! Mehr Leidenschaft! Mehr Herzschlag! Mehr Glitzer!“
Ein Tropfen eines leuchtenden Reagenzglases landet auf dem Boden. Sofort bilden die Moleküle eine Mini-Polonaise, sie hüpfen über Gertis Schuhe und singen… fast, als hätten sie Stimmen.
Professor Schwarz steht am Eingang, Augen weit aufgerissen:
„Gerti… was… passiert hier?“
„Professor! Wir führen die Moleküle in eine choreografierte Ekstase!“, ruft sie, während ein winziges Molekül wie ein Raketenfeuerwerk direkt an seiner Stirn vorbeischießt.
Die Moleküle reagieren auf jede Bewegung Gertis. Sie bilden Brücken, Tunnel, Spiralen – und plötzlich erscheinen leuchtende Herzsymbole zwischen den DNA-Strängen, pulsierend im Rhythmus von Gertis Herzschlag.
„Das… das ist unmöglich!“, stottert der Professor.
„Unmöglich? Nein, nur RIEFUNKE-möglich!“, ruft Gerti.
Dann passiert das Unvorstellbare:
Ein winziges Molekül springt auf ihren Finger, bildet einen kleinen Ring aus Licht und… zwinkert. ?
Gerti blinzelt zurück. „Na warte… das ist noch nicht das Ende des Tages.“
Die Moleküle beginnen, wie Konfetti zu fliegen, bilden Miniatur-Herzen und kleine Tänzer, die um Gertis Füße kreisen. Studenten, die zufällig im Labor stehen, beginnen zu jubeln, obwohl sie keine Ahnung haben, wovon sie gerade Zeugen sind.
„Ich glaube… ich glaube, wir haben heute Liebe im Labor erfunden!“, ruft Gerti, während ein DNA-Doppelhelix-Lichtstrahl einen winzigen Feuerwerksbogen über die Tische spannt.
Professor Schwarz atmet tief ein. „Ich… ich glaube, wir brauchen mehr Feuerlöscher.“
„Keine Sorge“, zwinkert Gerti, „Liebe brennt nicht… sie tanzt!“
Und irgendwo zwischen Pipetten, DNA-Tangos und Tropfenlicht denkt Gerti: Heute Abend könnten wirklich zwei Anträge reinkommen…
RIEFUNKE
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