BERLINER GEWISSENSMILCH
Sie ist kein Getränk.
Sie ist ein Moment.
Kein PR-Termin.
Keine Kameras.
Kein Delegieren.
Wenn politische Verantwortung mehr sein will als Redezeit,
dann braucht sie Berührung mit Realität.
Berliner Gewissensmilch steht nicht für Almosen.
Sie steht für Erdung.
Frühmorgens.
Kalt.
Noch bevor die Mikrofone aufgebaut sind.
Nicht als Show.
Nicht als Pflichtveranstaltung.
Sondern als stiller Perspektivwechsel.
Wer Gesetze beschließt,
sollte wissen, wie sich Kälte anfühlt.
Wer über Haushalte entscheidet,
sollte Gesichter sehen, nicht nur Zahlen.
Die Gewissensmilch ist kein moralischer Trick.
Sie ist eine Frage:
Wie nah darf Verantwortung kommen,
bevor sie unbequem wird?
Berlin braucht keine Inszenierung.
Berlin braucht Gewissen mit Temperatur.
Und wenn irgendwo zwischen 5 und 10 Uhr
ein Becher Wärme den Tag verändert,
dann ist das keine Schwäche der Politik —
sondern ihre Stärke.
RIEFUNKE
|