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Die Krawatte und die Stadt-Waschstuben-Katastrophe
Die gepunktete Krawatte, noch leicht klebrig von Honig und summender Bienen-Patrouille, steht nervös auf dem Bürgersteig. Die TikTokerin kommt mit einem entschlossenen Blick, Handy am Ohr, und murmelt:
„Mama, ich brauche ein Bügeleisen… ja, für eine Krawatte… ja, die ist echt!“
Ohne Vorwarnung greift sie die Krawatte und wirft sie in die Waschmaschine bei 100 °C. Die Krawatte schreit innerlich: „NEIN! Ich bin kein Handtuch!“ – summende Bienen tanzen verzweifelt auf dem Trommelrand, versuchen sich festzuklammern, werden aber jedes Mal elegant herumgeschleudert.
Das Telefon am Ohr wird zum Kompass der Katastrophe. „Mama, das kann doch nicht gutgehen! Aber sie hat einen neuen Freund, der ist sauber, der muss nicht geschleudert werden!“
Die Maschine beginnt, rhythmisch zu klopfen, zu wirbeln und zu dampfen. Punkte verschwimmen, Bienen summen in synchroner Panik. Die Krawatte verliert jegliche Eleganz – sie ist jetzt ein knäueltes Honig-Bienen-Massaker.
Draußen in der Warteschlange schauen Passant:innen, als würde eine Miniatur-Katastrophe gerade über die Stadt rollen. Jemand ruft: „Ist das ein neues TikTok-Trend-Experiment?“
Die TikTokerin lacht nervös, tippt weiter aufs Handy: „Ja, Mama, ich glaube, ich hab sie jetzt ruiniert… Aber hey, sauberer neuer Freund, alles gut.“
Die Krawatte, nass, zerknittert und leicht klebrig, denkt nur: „Ich wollte verliebt sein… und jetzt bin ich der unfreiwillige Star einer Waschmaschinen-Oper.“
Die Bienen summen tapfer weiter – heldenhaft, aber sichtlich traumatisiert.
Und irgendwo zwischen dem heißen Wasserdampf, den tanzenden Punkten und dem panischen Summen denkt die Krawatte:
„Vielleicht ist Liebe gefährlicher als Honig… und ich wollte nur ein Handy, verdammt!“
RIEFUNKE
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