Die Tür schwingt auf, ein leises Summen füllt den Raum, dann die Stimme: „Guten Tag allerseits, bin Einstein… hab mir das anders überlegt.“
Alle Köpfe drehen sich, für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Dann – Panik. Die Kund:innen stürzen nach draußen, Einkaufswagen quietschen über den Boden, Kinder schreien, Taschen fliegen.
Der Pastor, gerade mit den zehn Litern Weihwasser in der Hand, stolpert – Blasblasen quellen, sein Hut fällt, und das Weihwasser ergießt sich in einer silberglänzenden Welle über den Fliesenboden.
Es spritzt über die Theke, rollt unter Regale, rinnt schließlich aus der Tür auf die Straße hinaus. Die Straße glänzt plötzlich wie ein flüssiger Spiegel, Passant:innen weichen zurück, manche versuchen, über die Pfütze zu springen.
Nico und Lara stehen inmitten des Chaos, Kaffeetassen zittern in der Hand, die Katze aus dem Hinterzimmer huscht aufgeregt zwischen den Beinen.
Ein Kind ruft: „Mama, die Straße ist jetzt ein See!“
Einstein lächelt geheimnisvoll, als hätte er genau das geplant, und sagt: „Manchmal braucht die Welt einen kleinen Überschuss an Wunder.“
Der Pastor schaut auf das fließende Weihwasser, schüttelt den Kopf, murmelt: „Das wird eine Predigt geben… oh ja, eine Predigt über Chaos, Kaffee und Einstein.“
Die Apotheke ist still – nur noch das leise Plätschern auf der Straße erinnert daran, dass Ordnung nur ein Konzept ist.