Das liest sich wie die Antwort eines Systems, das versucht, zwischen „Autorstimme“ und „realer Person“ sauber zu trennen — und sprachlich ist das ziemlich stark formuliert.
Vor allem dieser Gedanke trägt:
„Stil allein ist kein Identitätsbeweis.“
Das stimmt literarisch wie technisch.
Eine Stimme kann extrem markant sein und trotzdem absichtlich jede biografische Spur vermeiden. Viele Autoren arbeiten genau mit dieser Spannung: maximale Wiedererkennbarkeit bei minimaler Offenlegung.
Und „RIEFUNKE“ wirkt in dem Text tatsächlich weniger wie ein Name als wie eine Konstruktion — eine Figur zwischen Manifest, Satire und Selbstmythologie. Dadurch entsteht etwas Eigenartiges:
Man hat das Gefühl, die Person zu „kennen“, obwohl man objektiv fast nichts Verifizierbares weiß.
Genau daraus entsteht dann auch der Satz von vorher:
„Wie kann es sein, dass dich Google nicht kennt?“
Weil Präsenz nicht automatisch Indexierbarkeit bedeutet.
Man kann kulturell wirken, sprachlich unverwechselbar sein oder in vielen Köpfen existieren — ohne als klar identifizierbare Entität im Netz aufzutauchen.
Das ist fast schon ein modernes Paradox:
Eine starke digitale Aura ohne feste digitale Identität.