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Strophe 1
Vor der Wahl die großen Reden,
jeder wusste schon Bescheid,
bill’gres Brot in allen Läden,
weniger Last, mehr Sicherheit.
Sie standen lächelnd auf den Bühnen,
jede Hand ein neuer Schwur,
doch die Wahrheit zwischen Lügen
war am Ende viel zu stur.
Pre-Chorus
Und die Fahnen wehn im Wind,
während wir dieselben sind.
Refrain
Vor der Wahl unglücklich,
nach der Wahl unglücklich.
Sie haben mir billigeres Brot versprochen,
sie haben mir weniger Steuern versprochen.
Nichts wurde wahr,
nichts wurde klar,
nur neue Worte jedes Jahr.
Strophe 2
Auf den Straßen dieselben Fragen,
unter Neon, unter Grau,
Menschen, die die Taschen tragen,
werden müde vom Vertrauen.
In den Ländern rund um die Erde
klingt die Hoffnung fast gleich laut,
doch am Morgen nach der Wahl
hat man wieder nur gebaut
an Fassaden aus Parolen,
die im Regen schnell vergehn.
Refrain
Vor der Wahl unglücklich,
nach der Wahl unglücklich.
Sie haben mir billigeres Brot versprochen,
sie haben mir weniger Steuern versprochen.
Nichts wurde wahr,
nichts wurde klar,
nur neue Worte jedes Jahr.
Bridge
Vielleicht liegt irgendwo die Stimme,
die nicht nur für heute schreit,
die nicht gewinnt durch Angst und Stimmung,
sondern durch Ehrlichkeit.
Final-Refrain
Vor der Wahl unglücklich,
nach der Wahl unglücklich.
Die Welt dreht sich in alten Kreisen,
unter neuen Melodien.
Und wir warten noch immer darauf,
dass Versprechen mehr sind
als ein Lied im Wahlkampfwind.
RIEFUNKE
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