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Der Regen peitscht noch immer gegen die Fenster, als Mara und Elias ins Hotelzimmer stolpern, klatschnass und mit Blitzenergie im Blick. Kein Wort zu viel, keine Zeit für Zweifel – nur dieses absolute Jetzt, in dem alles möglich ist.
Mara zieht Elias an sich. „Wir heiraten. Jetzt. Sofort.“
Elias grinst, als hätte er auf diesen Moment gewartet, seit sie im Tropfenraum standen. „Und Kinder. Zwillinge, genau wie du willst.“
Sie setzen sich aufs Bett, der Regen trommelt wie Applaus gegen die Scheiben. Mara kichert: „Zwillinge. Stell dir vor, zwei kleine Tropfen von uns, gleichzeitig da.“
Elias holt Stift und Zettel – direkt auf dem Bett. „Ich suche schon Vornamen. Für beide. Aber ich schwöre, sie werden so verrückt und klug wie wir.“
Sie lachen. Ein Blitz zuckt, nicht draußen am Himmel, sondern zwischen ihren Händen, als sie die Zettel halten. Jede Idee, jeder Name, fühlt sich gleichzeitig richtig und unmöglich an.
„Lina und Leo?“ schlägt Elias vor.
„Nein, zu normal“, sagt Mara, Augen funkelnd. „Wir brauchen Namen, die fliegen können.“
Sie schreiben weiter, Namen wie „Tropfen“, „Funken“, „Lova“ – Wörter, die wie kleine Explosionen aus Liebe und Chaos wirken.
Der Regen hört nicht auf. Er lernt nur, anders zu fließen – jetzt durch ihre Pläne, ihre Hände, ihre Zukunft.
Und in diesem Hotelzimmer, zwischen Blitz, Wasser und Herzschlag, wissen Mara und Elias:
Die Welt mag stürzen, Städte mögen verschwimmen, Tropfen mögen explodieren – aber ihre Liebe wird alles überstehen, verdoppeln, verschränken.
Sie lachen, schreiben Namen, träumen Zwillinge – und der Regen applaudiert, als hätte er all das schon immer gewusst.
RIEFUNKE
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