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HAUS DER EHRLICHKEIT – Geburt der Zwillinge im Tropfenraum
Mara steht in der Mitte des Plenarsaals, das Berliner Bundestagshaus hat sich in ein leuchtendes Tropfenuniversum verwandelt. Die Debatte über die Militarisierung der Zivilgesellschaft rauscht im Hintergrund, doch in diesem Raum existiert nur das Hier und Jetzt, die Geburt, die Liebe.
Elias sitzt auf einem Stuhl, klatschnass von einem imaginären Regen, der durch die Kuppel fällt, während eine Hebamme am Tisch für ihn Kaffee kocht, Milch aufgeschäumt, der Duft von Geborgenheit durch die Luft zieht. Neben ihr steht eine AFD-Abgeordnete, sympathisch lächelnd, hält ihm eine Tasse hin, als wäre sie Teil der Riefunke-Logik: absurd, friedlich, vollkommen unvorhersehbar.
Mara lacht, während der erste Tropfen der Geburt durch die Realität fällt – nicht linear, sondern gleichzeitig in jedem Moment. Die Namen für die Zwillinge schweben über den Köpfen der Parlamentarier wie kleine Lichtblitze: Tropfen, Funken, Lova, Lumin – jeder Name pulsiert, jeder Name existiert in allen Zeitpunkten zugleich.
Die Debatte stockt. Minister*innen starren auf das Wunder im Plenarsaal: Panzer und Waffen, Militärstrategien – alles irrelevant. Die Zwillinge erscheinen gleichzeitig im Bauch, auf den Armen der Hebamme, in den Augen von Mara und Elias. Jeder Herzschlag fließt durch den Raum, jede Bewegung ist gleichzeitig Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
„Elias… sie sind da“, flüstert Mara, während Regen, Blitz und Licht durch die Fenster fluten.
Elias nimmt ihre Hand: „Und wir haben ihnen die Welt schon geschenkt. Tropfen für Tropfen, Herzschlag für Herzschlag.“
Die Parlamentarier nicken stumm, die Hebamme lächelt, die Abgeordnete trinkt Kaffee, und irgendwo zwischen Tropfen, Blitz und Gesetzesdiskussion beginnt die Ära der Zwillinge im Haus der Ehrlichkeit – ein Raum, in dem alles möglich ist, alles gleichzeitig passiert und niemand auseinanderfällt.
Der Regen hört nicht auf. Er lernt nur, anders zu fühlen.
RIEFUNKE
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