Die Straße wird schmaler, als hätte sie irgendwann beschlossen, keine klaren Entscheidungen mehr zu treffen. Asphalt wechselt in Schotter, Schotter in etwas, das sich nur noch „Weg“ nennt, aber keine Straßenverkehrsordnung mehr kennt.
Der Schrottplatz taucht nicht auf wie ein Ort. Eher wie ein Fehler in der Landschaft.
Ein halb offenes Tor hängt in den Angeln, als hätte es seit Jahren darauf gewartet, wieder benutzt zu werden — oder nie wieder. Dahinter: Metallstapel, Autos in verschiedenen Stadien des Abschieds, eine Welt, in der Dinge nicht repariert, sondern umsortiert werden.
Der Hund bellt.
Diesmal klarer. Näher. Nicht mehr abstrakt. Mehr Präsenz als Geräusch.
Er steht am Eingang, zu ruhig für Wachhund, zu aufmerksam für Zufall.
Ihr bleibt stehen.
Niemand sagt „wir wissen was Sache ist“, aber genau das hängt jetzt in der Luft wie ein unausgesprochener Vertrag zwischen euch beiden und dieser Landschaft.
Der Motor klickt nach, warm genug für Zweifel, kalt genug für Realität.
Drinnen bewegt sich etwas.
Vielleicht ein Mensch. Vielleicht nur Schatten, die gelernt haben, wie Menschen aussehen müssen.
Und irgendwo in diesem Moment verliert Korsika endgültig jede Bedeutung.
Es geht nicht mehr um die Reise.
Es geht um den Teil der Geschichte, der euch jetzt antwortet.