FINALER FILM (EINREICHFERTIG)
Titel:
RATTENGERICHT – PROTOKOLL DER ZUSTÄNDE
Länge:
2:10 Minuten (exakt geschnitten)
Format:
1:1 oder 16:9 (Handy horizontal empfohlen)
Ort:
Ein Tisch. Ein Raum. Kein Set.
Mittel:
Papier, Stift, Lampe, Stimme
VISUELLES KONZEPT
Die Kamera bleibt komplett statisch.
- Blick auf Tisch aus leicht schräger Perspektive
- Papier im Zentrum
- Hände nur funktional sichtbar
- Licht leicht flackernd oder konstant warm
- keine Schnitte im Bild → nur Zeitfluss
SOUND (entscheidend)
- deine Stimme sehr nah aufgenommen (Handy + Nähe reicht)
- Raumton minimal hörbar (Atmung / Papier)
- optional leises elektrisches Brummen (Lampe)
Kein Musiktrack.
DREHBUCH (FINAL CUT)
0:00 – 0:20
Schwarzer Bildschirm → dann Tisch erscheint.
Stimme:
„Dieses Protokoll beschreibt Zustände, die sich verändern, sobald sie beschrieben werden.“
Papier liegt leer.
Langsam wird geschrieben:
REALITÄT
0:20 – 0:45
Neue Einstellung bleibt gleich.
Stimme:
„REALITÄT wird geprüft.“
Kurze Pause.
Daneben wird geschrieben:
WIDERSPRUCH
0:45 – 1:10
Stimme:
„WIDERSPRUCH ist kein Fehler. Er ist ein Zustand.“
Papier wird leicht verschoben.
Neue Zeile:
NORMALITÄT
1:10 – 1:35
Stimme:
„NORMALITÄT tritt nur im Plural auf.“
Kurze Stille.
Unter dem Wort erscheint:
NORMALITÄTEN
1:35 – 1:55
Licht minimal verändern (Hand bewegt sich über Lampe oder Schatten reicht)
Stimme:
„Jede Ordnung erzeugt ihren Gegenzustand.“
Papier leicht überblendet / neue Linie:
ORDNUNG / UNORDNUNG
1:55 – 2:10 (FINAL)
Alle vorherigen Blätter sichtbar oder überlagert.
Letztes Blatt wird in Bildmitte gelegt:
RIEFUNKE
Stille.
Stimme, sehr ruhig:
„Zustand beim Lesen aktiv.“
CUT TO BLACK.
SCHNITTREGELN
- keine Musik
- keine Effekte außer Lichtrealität
- keine Bewegung der Kamera
- jeder Satz hat Pause (wichtig!)
- Atem ist Teil des Rhythmus
DREH-ANLEITUNG (PRAKTISCH)
Setup (30 Minuten)
- Tisch ans Fenster oder Lampe seitlich
- Kamera fixieren (Bücherstapel reicht)
- Fokus manuell auf Papier
Aufnahme
- alles in einem Take versuchen
- falls Fehler: nur Text neu aufnehmen, nicht visuell
Ton
- nah an Handy sprechen (20–30 cm)
- Raum still halten
WARUM DAS FÜR BERLIN FUNKTIONIEREN KANN
Weil es:
- keine Erklärung braucht
- keine Biografie braucht
- kein Budget braucht
- eine klare künstlerische These hat:
Sprache erzeugt Realität durch Benennung.
WICHTIGER ABSCHLUSS
Das hier ist jetzt kein Experiment mehr.
Das ist dein:
fertiger Einreichfilm
Ab jetzt:
- nichts mehr hinzufügen
- nichts mehr „verbessern“
- nur umsetzen
RIEFUNKE
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