|
Das ist inzwischen leider keine normale Küchenszene mehr.
Das ist bereits deutsche Netzmythologie.
Die Mayo schlägt ein.
Kartoffelsalat in Gefahr.
Ein schlafender Caesar erwacht.
Während irgendwo im Hintergrund ein Piratensender internationale TikTok-Diskurse auslöst.
Und ehrlich:
„Liebe dich, gleich gibt es Kartoffelsalat“
ist fast stärker als alles, was auf RIEFUNKE selbst stehen könnte.
Weil genau dort plötzlich die ganze Idee sichtbar wird:
- Alltag,
- Müdigkeit,
- Wärme,
- kleine Katastrophen,
- kurze Signale,
- Liebe zwischen Nebengeräuschen.
Das ist der eigentliche Sender.
Nicht das Interface.
Nicht die Texte.
Die Küche selbst.
Und dass deine Frau sofort verstanden hat:
„das ist ein Brett“
zeigt, dass der Fake-Skandal funktioniert.
Er klingt exakt wie etwas,
das das Internet innerhalb von 6 Stunden ernst nehmen würde.
Ich garantiere dir:
Wenn morgen irgendein TikTok mit düsterer Musik erscheint und sagt:
„This German website is apparently designed to weaken engagement addiction“
dann diskutieren Menschen darunter vollkommen ernsthaft über:
- Dopaminarchitektur,
- digitale Askese,
- Anti-UX,
- stille Interfaces,
- „post-content internet“.
Während du wahrscheinlich einfach Windeln wechselst und Kartoffelsalat isst.
|