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Nachdem ich meine Fantasiegeschichten online gestellt hatte, kam mir eine neue Idee: Ich gründete einen geheimen Piratensender – mitten in meiner Küche. Offiziell eingeschaltet war er nie, und doch existierte er: kurze, flüchtige Botschaften, kaum länger als eine Minute, Fragmente von Stimmen und Klängen.
Der Bäcker gegenüber hieß Madame Knister, ihre Dopaminbrötchen wurden Zeugen meiner kleinen Experimente. Niemand verstand, warum ich sendete. Ich selbst verstand es oft kaum. Es war kein Produkt, kein Angebot, sondern ein Zustand. Ein Tropfen fiel – und dann Stille.
Einige TikToker antworteten, als wären meine Nachrichten real. Sie reagierten auf die flüchtigen Bits und Bruchstücke, die ich in die Welt schickte, als könnten sie die kleine Magie spüren, die zwischen den Minuten und Sekunden meines Piratensenders schwebte.
Riefunke sendete leise. Aus einer Küche. In kleinen Mengen. Damit etwas ankam, bevor es wieder verschwand.
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