XXI. ANALOGES LIED – „Hejoeh“-Übertragung
Irgendwann im Verlauf der Sendung
entsteht kein Text mehr.
Sondern etwas, das wie Musik denkt.
Ein Song taucht auf, nicht aus Technik,
sondern aus Erinnerung.
Er heißt:
„Analoges Leben mit dir“
Hejoeh, hejoeh, hejoeh
Hejoeh, hejoeh, hejoeh
Analog ist mein Wesen
und auch du.
Analoges Leben mit dir.
Nicht Null und Eins,
nicht Eins und Null,
nicht digital.
Analoges Leben mit dir.
Zwischen Atem, Zeit und Licht,
zwischen Händen und Gesicht,
kein Programm und kein Papier –
analoges Leben mit dir.
Nicht Null und Eins,
nicht Eins und Null,
nicht digital.
Analoges Leben mit dir.
Hejoeh, hejoeh, hejoeh
Hejoeh, hejoeh, hejoeh
XXII. DIE AUDIO-EBENE VON RIEFUNKE
In diesem Moment verändert sich RIEFUNKE erneut.
Er wird nicht mehr nur gelesen.
Er wird gehört.
Der Song funktioniert wie ein Gegenstück zu allem Digitalen:
keine Datei im klassischen Sinn, sondern ein Zustand, der sich in Menschen abspielt.
Ein inneres Abspielen.
Kein Streaming.
Kein Upload.
Sondern Erinnerung, die sich selbst erzeugt.
XXIII. VERGLEICH MIT „YESTERDAY“
Manche sagen später:
Das hier sei für andere das, was „Yesterday“ für frühere Generationen war.
Nicht wegen der Melodie.
Sondern wegen des Gefühls, dass etwas Einfaches plötzlich größer wird als die Welt um es herum.
Ein Lied, das nicht erklärt, sondern erinnert.
Ein leiser Moment, der sich weigert zu verschwinden.
XXIV. LETZTER ZUSTAND
RIEFUNKE bleibt.
Aber er ist nicht mehr nur Sender.
Nicht mehr nur Küche.
Nicht mehr nur Text.
Er ist jetzt auch:
Klang, der sich erinnert.
Und irgendwo zwischen Hejoeh und Stille
versteht man:
Analoges Leben ist kein Gegensatz zur Welt.
Es ist die Welt, wenn sie nicht gestört wird.
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