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OHNE BLUTGRUPPE UND DAS BADWASSER-KONZERT
Während die Kinder in der Badewanne planschten und Schaumberge türmten, schlich sich OHNE BLUTGRUPPE in die Küche.
Nicht, um zu kochen. Nicht, um aufzuräumen. Nein – diesmal war es ein musikalischer Akt von höchster Dringlichkeit.
Er nahm ein Mikrofon. Drei Foliebeutel wurden darüber gestülpt, um es vor dem warmen Wasser zu schützen. Vorsichtig, fast liebevoll, tauchte er es ins Badewasser.
Dann begann er zu singen.
Rau, ungeschliffen, ehrlich. Eine Stimme, die sich nicht um Technik oder Perfektion scherte. Nur um Klang, Resonanz und den Moment.
Das Rauschen des Wassers wurde zum Schlagzeug, das Plätschern zum Perkussionsinstrument.
Ein 15 Jahre altes analoges Diktiergerät nahm alles auf – kein Auto-Tune, keine Filter, kein Algorithmus. Nur rohe Realität.
OHNE BLUTGRUPPE blickte auf die spritzenden Kinder, die begeistert quietschten, und rief:
„TikToker, werdet wach! Vergesst eure schellen Daumen! Hier ist echte Musik!“
Und für einen kurzen Augenblick verschmolzen Wohnzimmer, Badewanne, Analogtechnik, Improvisation und kindliche Freude zu etwas, das nur „Ohne Blutgruppe“ sein konnte.
Das Ergebnis? Eine Aufnahme, die nach nichts klingt, was man vorher gehört hat – und doch alles erzählt: Chaos, Experiment, Mut, Familie, Musik, Leben.
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