Mein persönlicher Protest
Ich ziehe für mich die Konsequenz.
Ich werde meine berufliche Tätigkeit als Sozialarbeiter beenden und – soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind – Grundsicherung beantragen.
Warum?
Weil ich nicht länger akzeptieren kann, dass immer neue Milliarden für Aufrüstung, Waffen und militärische Unterstützung bereitgestellt werden, während gleichzeitig an vielen Stellen im Sozialbereich, in der Pflege, im Gesundheitswesen, in der Bildung und bei den Schwächsten der Gesellschaft gespart wird.
Als Sozialarbeiter habe ich erlebt, wie Menschen um ihre Existenz kämpfen, wie Armut wächst und wie soziale Not zunimmt. Gleichzeitig beobachte ich politische Entscheidungen, die aus meiner Sicht andere Prioritäten setzen.
Ich kann und will das mit meinem Gewissen nicht länger vereinbaren.
Keine Steuergelder für Waffen und Kriege.
Steuergelder sollten Brücken bauen – keine Kriege finanzieren.
Steuergelder sollten Kindern, Familien, älteren Menschen, Kranken und sozial Benachteiligten zugutekommen.
Steuergelder sollten Hoffnung schaffen – nicht Zerstörung.
Meine Entscheidung ist kein Rückzug aus der Gesellschaft, sondern ein persönlicher Protest gegen politische Prioritäten, die ich entschieden ablehne.
Ich weiß, dass nicht jeder meine Sicht teilt. Das ist Teil einer demokratischen Gesellschaft. Ebenso gehört es zur Demokratie, Entscheidungen des Staates offen zu kritisieren und die eigenen Konsequenzen daraus zu ziehen.
Ich erhebe keinen Anspruch darauf, Recht zu haben. Ich erhebe den Anspruch, nach meinem Gewissen zu handeln.
Keine Steuergelder für Waffen und Kriege.
Mehr Geld für Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Menschen, die unsere Gesellschaft zusammenhalten.
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