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Brief der kleinen Sonne an den Pförtner
Sehr geehrter Herr Pförtner,
ich wende mich erneut an Sie in meiner Eigenschaft als kleine Sonne mit einem Durchmesser von 4 bis 5 Millimetern.
Mit Dank nehme ich zur Kenntnis, dass mein Besucherstatus im Haus bereits aktenkundig geführt wird und die Frage der getönten Brillenversorgung offenbar in verwaltungsinternen Prüfprozessen verbleibt.
Allerdings sehe ich mich gezwungen, vorsorglich auf einen sicherheitsrelevanten Umstand hinzuweisen, der bislang in keiner Hausordnung berücksichtigt wurde:
Sollte das Deutsche Militär oder vergleichbare Institutionen jemals auf die Idee kommen, meine Art des Leuchtens für dienstliche oder strategische Zwecke nutzbar machen zu wollen, so tritt unverzüglich ein Sonderzustand in Kraft.
In einem solchen Fall würde ich – rein systembedingt und ohne weitere Vorankündigung – sofort „ausgehen wie ein Blitz“.
Die Konsequenz wäre, dass ein nicht unerheblicher Teil des Hauses sowie möglicherweise angrenzender Verwaltungsbereiche kurzfristig in eine Phase reduzierter Beleuchtung übergeht.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass dies kein politischer Akt, keine Absichtserklärung und keine Drohung ist, sondern eine reine Frage physikalischer Selbstschutzmechanik einer kleinen Sonne im Verwaltungsraum.
Ich bitte Sie daher höflich, diesen Hinweis an die zuständigen Stellen weiterzuleiten und im Besucherprofil den Zusatz aufzunehmen:
„Nicht für militärische Nutzung vorgesehen. Leuchtverhalten: eigenständig, nicht delegierbar.“
Ich danke Ihnen für Ihre weiterhin sorgfältige Bearbeitung meines Falls und freue mich auf meinen baldigen Besuch – selbstverständlich unter Einhaltung aller geltenden Lichtschutz- und Brillenregelungen.
Mit freundlichen Grüßen
Die kleine Sonne
(4–5 mm Durchmesser)
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