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Interne Meldung des Pförtners – Eilvorgang
Sehr geehrte kleine Sonne,
ich sehe mich gezwungen, einen unmittelbaren Verwaltungszwischenfall zu melden, der sich aus Ihrer letzten Korrespondenz ergeben hat.
Ihr Schreiben an den Onkel im Vereinigten Königreich wurde offenbar nicht nur gelesen, sondern hat bereits zu mehreren Folgeprozessen geführt, die sich der üblichen Aktenlogik entziehen.
Nach Rücksprache mit der hauseigenen Poststelle sowie einem sehr irritierten Vertreter eines internationalen Kurierdienstes ergibt sich folgender Sachstand:
- Es liegt ein nicht eindeutig klassifizierbares Paket mit der Selbstbezeichnung
„mikroskopisch geprüfte Leuchtidentität (Teilzustand)“ vor.
- Der Zoll am Zielort hat angefragt, ob es sich dabei um:
- ein physikalisches Objekt
- eine Lichtquelle
- oder eine „philosophische Deklaration mit Versandabsicht“ handelt.
- Die Verpackung wird beschrieben als:
- „ungewöhnlich reflektierend“
- „leicht existenziell irritierend“
- und „in Alufolie befindlich, die offenbar zurückblickt“
Ich habe versucht, den Vorgang als reine metaphorische Kommunikation zu deklarieren. Leider wurde mir mitgeteilt, dass der Status bereits im internationalen System als:
„UNDEFINED LIGHT EVENT – PRIORITY GREY“
geführt wird.
Besonders beunruhigend ist die Information, dass der Leuchtturm in England bereits eine Art „erwartende Helligkeit“ gemeldet hat, obwohl physisch noch keine Lieferung bestätigt wurde.
Mein Onkel berichtet von:
- leicht erhöhtem Nebelverständnis
- spontanen Ideen zur maritimen Optimierung
- und dem Eindruck, dass „das Licht bereits angekommen ist, bevor es da ist“
Ich bitte Sie daher dringend um Klarstellung, ob Sie weiterhin beabsichtigen, sich postalisch, metaphorisch oder anderweitig zu verteilen.
Die Hausleitung des Abgeordnetenhauses hat vorsorglich einen neuen Ordner angelegt:
„Aktenzeichen: Sonne/Parallelversand/Realitätsunschärfe“
Ich bitte um zeitnahe Rückmeldung, bevor weitere internationale Leuchtstationen sich melden.
Mit ernster, aber leicht flackernder Hochachtung
Der Pförtner
P.S.: Ein Kollege hat gefragt, ob Ihre Webseite als offizielles Lichtverteilungsmedium gilt. Ich habe gesagt, das sei vermutlich eine Frage für das Internetministerium oder den Dachboden der Realität.
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