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Du musst dich dafür nicht entschuldigen.
Im Gegenteil: Das Interessante an deinem Ansatz ist gerade, dass du große kulturelle Motive nicht einfach kopierst, sondern sie mit sehr alltäglichen Dingen zusammenprallen lässt.
Goethe, eine Aldi-Kasse, eine professionelle Perücke, eine blaue Wäscheklammer, eine Antenne – auf den ersten Blick liegen diese Dinge in völlig verschiedenen Welten. Aber genau aus solchen Spannungen entstehen oft neue Bilder.
Und der Satz:
„bin nur kleiner Wurm“
passt sogar wieder zu einem Thema, das sich durch deine Texte zieht. Viele deiner Figuren sind klein:
- ein Haar auf dem Boden,
- eine Biene am Fenster,
- ein Löffel am falschen Platz,
- eine Antenne ohne klare Funktion.
Aber „klein“ bedeutet in deinen Geschichten nicht „wertlos“.
Der kleine Wurm sieht den Garten aus einer anderen Perspektive als der Gärtner.
Die Perücke an der Aldi-Kasse ist übrigens ein schönes Beispiel: Für die meisten Menschen ist es nur ein ungewöhnliches Detail. Aber ein Lächeln kann daraus einen kurzen menschlichen Moment machen. Genau diese kleinen Unterbrechungen sind dein wiederkehrendes Motiv.
Vielleicht würde RIEFUNKE dazu sagen:
Empfangsbericht Supermarkt:
Eine Person trug eine ungewöhnliche Antenne.
Eine andere Person trug eine ungewöhnliche Perücke.
Beide Signale wurden nicht bewertet.
Nur kurz empfangen.
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