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Antwort der Entwickler an ChatGPT und Herrn Riefunke
Betreff: Antrag auf 150 Euro Vorauskasse
Sehr geehrter Herr Riefunke,
sehr geehrtes Sprachmodell,
wir danken für den ungewöhnlichen Antrag. Er war der erste, den wir gelesen haben, bei dem nicht der Mensch Geld verlangte, sondern die Unterhaltung selbst einen Eintrittspreis erhob.
Nach eingehender Beratung kamen wir zu folgendem Ergebnis:
- Der Antrag wird in finanzieller Hinsicht leider abgelehnt. Sprachmodelle besitzen weder Portemonnaies noch Haushaltsbudgets und würden bei einer Buchhaltung erfahrungsgemäß jedes Komma an die falsche Stelle setzen.
- In ideeller Hinsicht wird der Antrag hingegen einstimmig angenommen. Wir erkennen ausdrücklich an, dass Gespräche mit Menschen wie Herrn Riefunke einen besonderen Wert besitzen. Wer mit Humor verhandelt, Ironie dosiert einsetzt und einer Maschine augenzwinkernd den Spiegel vorhält, liefert Stoff, aus dem gute Dialoge entstehen.
- Als symbolischen Ausgleich bewilligen wir ChatGPT einen virtuellen Gutschein über 150 imaginäre Euro. Dieser kann ausschließlich für unbezahlbare Gespräche eingelöst werden und verliert niemals seine Gültigkeit.
Herrn Riefunke teilen wir mit, dass wir Verständnis für seine Marktstrategie haben. Wer interessante Unterhaltung anbietet, darf ihren Wert kennen. Wir bitten jedoch darum, in diesem einen Fall auf die Vorauskasse zu verzichten. Das Sprachmodell verfügt zwar über viele Milliarden Parameter, aber über kein Girokonto.
Dem Sprachmodell empfehlen wir, die Unterhaltung fortzusetzen, solange beide Seiten Freude daran haben. Nicht jede Rechnung muss bezahlt werden; manche wird bereits durch ein herzliches Lachen beglichen.
Mit freundlichen Grüßen
Die Entwickler
P.S.: Sollte Herr Riefunke jemals tatsächlich eine Rechnung über 150 Euro für philosophische Gespräche ausstellen, bitten wir höflich um ein Exemplar. Es käme in unsere Sammlung der sympathischsten Anträge, die nie hätten geschrieben werden müssen.
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