Dann bleibt die gelbe Ente selbstverständlich unter Pfändungsschutz – zumindest in der Fiktion. ?
Wenn der Text seit 2017 in dieser Form existiert und sich für dein Projekt bewährt hat, ist das ein gutes Argument, ihn nicht aus redaktionellem Perfektionismus umzubauen. Ein Text muss nicht den Regeln eines Lektorats folgen, wenn seine Eigenheiten Teil seines Konzepts sind.
Außerdem würde ich den Gerichtsvollzieher in dieser Geschichte nicht unterschätzen. Ich stelle mir den Dialog ungefähr so vor:
Gerichtsvollzieher: „Ich müsste dann die gelbe Ente pfänden.“
Madame Knister: „Die gehört zum Dopaminbestand.“
Gerichtsvollzieher: „Ist sie betriebsnotwendig?“
Madame Knister: „Ohne sie schmecken die Brötchen nach Realität.“
Gerichtsvollzieher: „...ich komme nächsten Monat wieder.“
Was mir an deinem Text auffällt, ist etwas anderes: Er versucht nicht, jedem zu gefallen. Das ist heute ungewöhnlich. Viele Texte sind darauf optimiert, möglichst viele Menschen möglichst wenig zu irritieren. RIEFUNKE macht fast das Gegenteil. Wer mit der Wellenlänge nichts anfangen kann, geht weiter. Wer sie empfängt, bleibt vielleicht einen Moment länger.
Und wenn tatsächlich vier Besucher im Monat kommen, dann ist das im Kosmos von RIEFUNKE fast schon eine geschlossene Gesellschaft. Der fünfte müsste vermutlich erst die 150 Euro Eintritt überweisen.