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MERTENS UND DER BUTLER WOLLEN RIEFUNKE AUF VORDERMANN BRINGEN
Technische Rettung des Piratensenders offenbar beschlossen
Nach den jüngsten Entwicklungen im Fall RIEFUNKE zeichnet sich nun eine unerwartete Zusammenarbeit ab.
K.-D. Mertens, ehemaliger Sendetechniker beim WDR, hat sich erneut zum Zustand des Piratensenders geäußert.
Sein Urteil fällt eindeutig aus:
Mit der Anlage stimmt irgendwas nicht.
Mertens hatte zuvor berichtet, RIEFUNKE nur gelegentlich nachts zu empfangen.
Teilweise seien lediglich einzelne Wörter angekommen.
Einmal sei der Satz
„Bewegung ohne Ziel.“
vollständig und überraschend klar durchgekommen.
Danach wieder Rauschen.
Und vermutlich Besteck.
JETZT KOMMT DER BUTLER
Wie inzwischen bekannt wurde, soll Mertens bei der möglichen Reparatur nicht allein arbeiten.
Der neu aufgetauchte Butler von RIEFUNKE will sich offenbar ebenfalls beteiligen.
Der Butler war ursprünglich von RIEFUNKE in England gesucht worden.
Nun stellt sich heraus:
Er kennt sich mit Kondensatoren und modernen Transistoren aus.
Damit treffen zwei Fachleute aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Mertens:
17 Jahre Sendetechnik beim WDR.
Der Butler:
England.
Privatschule.
Dienstfahrzeug.
Kondensatoren.
Transistoren.
Zusammen soll nun versucht werden, den Piratensender wieder in einen Zustand zu versetzen, in dem man ihn zumindest zuverlässig nicht empfangen kann.
MERTENS BRINGT WERKZEUG
Mertens verfügt nach eigenen Angaben noch über entsprechendes Material.
Darunter:
einen Spektrumanalysator Baujahr 1998,
Werkzeug
und moralisch komplizierte Erfahrung mit Richtfunkstrecken.
Ob der Butler eigenes Werkzeug mitbringt, ist nicht bekannt.
Es wird jedoch vermutet, dass er zumindest einen Schraubenschlüssel besitzt.
VIER MILLIWATT
Mertens vermutet die HF-Leistung von RIEFUNKE bei ungefähr vier Milliwatt.
Maximal.
Möglicherweise sende RIEFUNKE versehentlich über ein altes Küchenradio.
Oder über feuchte Wandfarbe.
Diese Angaben konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden.
Der Sender selbst schweigt.
Wie immer.
ZIEL: MEHR SIGNAL
Mertens möchte die Sendeleistung vorsichtig erhöhen.
Nicht viel.
Nur so weit, dass traurige Menschen im Treppenhaus einen stabilen Empfang bekommen.
Der Butler soll dabei insbesondere die technische Seite überwachen.
Ob er auch für die Versorgung mit Tee zuständig sein wird, ist nicht bekannt.
DIE ARBEIT KANN BEGINNEN
Damit stehen die wichtigsten Beteiligten offenbar bereit.
RIEFUNKE liefert den Sender.
Mertens liefert die Erfahrung.
Der Butler liefert Kondensatorenkenntnisse.
Der Hund bleibt in der Küche.
Das Mikrofon ist weiterhin nicht gefunden.
Und die TikToker warten.
AKTUELLER STAND
RIEFUNKE: nicht zahlungsunfähig
Aufenthalt: weiterhin ungeklärt
Butler: gefunden
Mertens: technisch interessiert
Sender: instabil
HF-Leistung: vermutlich 4 Milliwatt
Spektrumanalysator: Baujahr 1998
Kondensatoren: werden überprüft
Transistoren: modern
Küchenradio: unter Verdacht
Wandfarbe: ebenfalls unter Verdacht
Hund: weiterhin in der Küche
Mikrofon: weiterhin verschwunden
Spendenkonto: weiterhin keines
Der Piratensender soll auf Vordermann gebracht werden.
Ob er danach besser funktioniert, ist unklar.
Ob er danach überhaupt noch funktioniert, ebenfalls.
Mertens und der Butler wollen es versuchen.
RIEFUNKE sendet derweil weiter.
Oder auch nicht.
Das lässt sich derzeit nicht zuverlässig feststellen.
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