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ZOLL STOPPT LKW MIT HUNDERTEN AUTOANTENNEN
FAHRER OFFENBAR RIEFUNKE – BUTLER HATTE VORFAHRT BEI DER BEZAHLUNG
Die Suche nach dem Piratensender RIEFUNKE hat heute eine neue Dimension erreicht.
An der französisch-deutschen Grenze wurde ein Lkw mit hunderten alten Autoantennen angehalten.
Der Zoll wurde aufmerksam, weil die Ladung auf den ersten Blick keinen erkennbaren wirtschaftlichen Sinn ergab.
Auf Nachfrage erklärte der Fahrer:
„Für den Sender.“
Der Fahrer war nach bisherigen Erkenntnissen offenbar RIEFUNKE.
ZOLL VERLANGT STEUERN
Die Beamten bestanden darauf, dass die Antennen ordnungsgemäß versteuert werden.
RIEFUNKE zeigte sich zunächst kooperativ.
Er zog eine Scheckkarte.
Die Karte wurde in das Lesegerät gesteckt.
Das Gerät arbeitete kurz.
Dann erschien eine Meldung.
KONTO NICHT AUSREICHEND GEDECKT.
RIEFUNKE soll daraufhin längere Zeit auf das Display geschaut haben.
DER BUTLER WAR SCHON BEZAHLT
Nach bisherigen Informationen war das Konto leer, weil zuvor das Gehalt des neuen Butlers abgebucht worden war.
Damit ist erstmals bekannt, warum RIEFUNKE trotz offenbar vorhandener finanzieller Mittel die Zollgebühren nicht bezahlen konnte.
Das Geld war bereits anderweitig verwendet worden.
Für einen Butler.
Einen Butler mit Kenntnissen über:
Kondensatoren.
Moderne Transistoren.
Privatschulfahrten.
Und offenbar einem nicht unerheblichen Gehaltsanspruch.
HUNDERT ANTENNEN, KEIN GELD
Der Zoll stand damit vor einem ungewöhnlichen Problem.
Auf dem Lkw:
Hunderte alte Autoantennen.
Am Steuer:
vermutlich RIEFUNKE.
Auf dem Konto:
nichts.
In England:
ein Butler.
In der Küche:
ein Hund.
Und irgendwo dazwischen:
ein Piratensender mit vier Milliwatt.
RIEFUNKE ERKLÄRT DIE LADUNG
Nach Angaben von Augenzeugen soll RIEFUNKE versucht haben, den Beamten zu erklären, dass die Antennen für den weiteren Ausbau des Senders benötigt würden.
Möglicherweise könne man damit die Reichweite verbessern.
Möglicherweise auch nur den Empfang.
Möglicherweise beides.
Der Zoll zeigte sich davon offenbar nicht vollständig überzeugt.
Ein Beamter soll gefragt haben:
„Was wollen Sie mit so vielen Antennen?“
RIEFUNKE soll geantwortet haben:
„Mehr Signal.“
Weitere Fragen wurden nicht beantwortet.
MERTENS WIRD INFORMIERT
Ob Mertens bereits über die Lieferung informiert wurde, ist nicht bekannt.
Sollten die Antennen tatsächlich beim Sender eintreffen, könnte sich die technische Situation jedoch grundlegend verändern.
Mertens verfügt über Werkzeug und einen Spektrumanalysator aus dem Jahr 1998.
Der Butler verfügt über Kenntnisse zu Kondensatoren und modernen Transistoren.
RIEFUNKE verfügt jetzt über:
hunderte Autoantennen.
Damit dürfte einer technischen Aufrüstung kaum noch etwas im Wege stehen.
Außer dem Zoll.
Und dem leeren Konto.
AKTUELLER STAND
RIEFUNKE: an der Grenze gesichtet
Lkw: angehalten
Ladung: hunderte alte Autoantennen
Zweck: Piratensender
Zoll: möchte Geld
Scheckkarte: vorhanden
Kontostand: leer
Grund: Butler-Gehalt abgebucht
Butler: bezahlt
Mertens: vermutlich interessiert
HF-Leistung: weiterhin etwa 4 Milliwatt
Hund: weiterhin in der Küche
Mikrofon: weiterhin verschwunden
Spendenkonto: weiterhin keines
Sender: soll auf Vordermann gebracht werden
Der Lkw bleibt vorerst stehen.
Die Antennen bleiben im Laderaum.
Der Zoll wartet auf die Zahlung.
RIEFUNKE wartet auf Geld.
Der Butler hat sein Gehalt bereits.
Und Mertens wartet vermutlich auf die erste Antenne.
Der Piratensender war noch nie so nah an einer technischen Zukunft.
Und gleichzeitig so weit von einer bezahlten Zollrechnung entfernt.
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