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RIEFUNKE – JEAN-CLAUDE VAN DAMME ERSCHEINT VOR DER SCROLLSTUBE
Vierjähriger Traum wird Jahrzehnte später Wirklichkeit – Para-Symne-Gen sorgt für technischen Zwischenfall
FIKTIONSHINWEIS:
Der folgende Text ist eine vollständig erfundene, humoristische RIEFUNKE-Geschichte. Die beschriebenen Gespräche, Handlungen und Ereignisse haben nicht stattgefunden. Jean-Claude Van Damme und alle genannten Personen haben diesen Dialog nicht geführt. Die Geschichte ist reine künstlerische Fiktion und Satire.
England.
21:47 Uhr.
Vor der englischen Scrollstube.
Der bärtige Türsteher sitzt auf seinem Thron.
Drittes irisches Bier.
Neben ihm:
die Kleiderordnung.
Keine Jeans.
Keine Stöckelschuhe.
Nicht zu sexy.
Goethe darf trotzdem rein.
Der Türsteher ist zufrieden.
Dann hört er Schritte.
Langsam.
Rhythmisch.
Sehr kontrolliert.
Ein Mann kommt über den Parkplatz.
Weiße Kleidung.
Breite Schultern.
Konzentrierter Blick.
Eine Bewegung.
Ein Spagat.
Der Türsteher schaut.
„Nein.“
Der Mann richtet sich wieder auf.
Jean-Claude Van Damme.
DIE ERSTE FRAGE
Van Damme bleibt vor dem Thron stehen.
Der Türsteher:
„Tiketaketoker?“
Van Damme:
„Noch nicht.“
Der Türsteher nickt.
„Das hatten wir schon einmal.“
Van Damme:
„Mit wem?“
„Mit jemandem.“
„Wer?“
„Egal.“
Van Damme schaut zur Tür.
„Ich möchte hinein.“
Der Türsteher:
„Warum?“
Van Damme:
„Weil ich davon geträumt habe.“
Der Türsteher:
„Seit wann?“
Van Damme:
„Seit ich vier Jahre alt war.“
Pause.
Der Butler kommt aus der Scrollstube.
„Sehr wohl.“
DER TRAUM
Der Butler fragt:
„Wovon haben Sie geträumt?“
Van Damme schaut zum Himmel.
„Von RIEFUNKE.“
Der Türsteher verschluckt sich fast an seinem Bier.
„Mit vier?“
„Ja.“
„Woher kannten Sie RIEFUNKE?“
Van Damme:
„Kannte ich nicht.“
„Aber Sie haben davon geträumt?“
„Ja.“
„Warum?“
„Das wusste ich damals nicht.“
Der Butler nickt.
„Sehr vernünftig.“
DER VATER
Van Damme erzählt weiter.
„Ich sagte damals zu meinem Vater: Ich werde eines Tages RIEFUNKE finden.“
Der Türsteher:
„Und was sagte Ihr Vater?“
Van Damme:
„Das sind Grimme-Märchen.“
Stille.
Mertens kommt vorbei.
„Grimme-Märchen?“
Van Damme:
„Ja.“
Mertens:
„Das klingt nach Grimm.“
Van Damme:
„Mein Vater sagte Grimme.“
Der Butler:
„Dann war es vermutlich ein anderes Märchen.“
Der Türsteher:
„Oder eine andere Frequenz.“
Mertens schaut ihn an.
„Das ist technisch nicht dasselbe.“
Der Türsteher:
„Bei RIEFUNKE schon.“
DAS SMARTPHONE
Van Damme holt ein Smartphone aus der Tasche.
„Ich habe es gefunden.“
Der Türsteher:
„Was?“
„Das Gerät.“
„Welches Gerät?“
„Das Smartphone.“
„Was soll damit sein?“
Van Damme:
„Ich wollte es mit Para-Symne-Genen laden.“
Mertens erstarrt.
„Mit was?“
„Para-Symne-Genen.“
Mertens:
„Die gab es damals noch gar nicht.“
Van Damme:
„Das war das Problem.“
Der Butler:
„Sehr wohl.“
DIE GENETISCHE FRAGE
Mertens nimmt das Smartphone.
Er schaut darauf.
„Wann wollten Sie das machen?“
Van Damme:
„Damals.“
„Wann ist damals?“
„Als ich vier war.“
Mertens:
„Smartphone?“
Van Damme:
„Noch nicht.“
„Para-Symne-Gene?“
„Auch noch nicht.“
„Und RIEFUNKE?“
Van Damme:
„Schon da.“
Mertens setzt sich.
„Das ist technisch unmöglich.“
Van Damme:
„Deshalb habe ich gewartet.“
Mertens:
„Worauf?“
„Auf die Zukunft.“
Mertens schaut den Butler an.
„Ich gehe.“
Der Butler:
„Sehr wohl.“
DIE PARA-TIKETAKETOKERINNEN
Oben im Para-Scrollraum bekommen die Para-Tiketaketokerinnen plötzlich etwas mit.
Eine schließt die Augen.
„Jemand ist da.“
Eine andere:
„Wer?“
„Ein Mann.“
„Wo?“
„Vor der Tür.“
„Wer?“
Sie öffnet die Augen.
„Van Damme.“
Stille.
Eine andere Para-Tiketaketokerin:
„Warum?“
„Er will Para-Symne.“
„Hat er Gene?“
„Nein.“
„Hat er Symne?“
„Nein.“
„Hat er eine Antenne?“
„Nein.“
Alle denken nach.
Dann sagt eine:
„Er hat Muskeln.“
Pause.
„Das reicht nicht.“
DIE AUFNAHMEPRÜFUNG
Der Türsteher steht auf.
„Wenn Sie Tiketaketoker werden wollen, müssen Sie eine Prüfung bestehen.“
Van Damme nickt.
„Welche?“
Der Türsteher zeigt auf das Radio.
„Sie müssen RIEFUNKE hören.“
Van Damme schließt die Augen.
Absolute Ruhe.
Eine Sekunde.
Zwei.
Drei.
Dann:
KRRRRT.
Van Damme öffnet die Augen.
„Ich habe es gehört.“
Der Türsteher:
„Was?“
„RIEFUNKE.“
„Was hat es gesagt?“
Van Damme:
„Nichts.“
Der Türsteher lächelt.
„Richtig.“
DER SPAGAT
Van Damme macht plötzlich einen Spagat.
Der Türsteher schaut hin.
„Warum machen Sie das?“
„Ich wollte zeigen, dass ich flexibel bin.“
Der Türsteher:
„Wir brauchen keine Flexibilität.“
„Was brauchen Sie?“
„Geduld.“
Van Damme steht wieder auf.
„Die habe ich.“
„Beweisen Sie es.“
Van Damme setzt sich.
Er wartet.
Eine Minute.
Zwei Minuten.
Drei Minuten.
Der Türsteher:
„Sehr gut.“
Van Damme:
„Bin ich jetzt Tiketaketoker?“
„Nein.“
„Warum?“
„Sie haben noch nicht lange genug gewartet.“
Die Englische Künstlerin
Plötzlich fragt Van Damme:
„Wo ist die englische Riefunke Künstlerin?“
Der Butler:
„Welche?“
„Die, die ich liebe.“
Stille.
Mertens schaut herein.
„Welche englische Künstlerin liebt er?“
Der Türsteher:
„Keine Ahnung.“
Van Damme:
„Die, welche RIEFUNKE versteht.“
Der Butler:
„Das grenzt die Auswahl erheblich ein.“
„Wer ist es?“
Der Butler:
„Niemand.“
Van Damme:
„Warum?“
„Weil niemand RIEFUNKE versteht.“
Der Türsteher nickt.
„Deshalb gibt es die Tiketaketoker.“
DIE LETZTE PRÜFUNG
Der Türsteher stellt Van Damme eine letzte Frage.
„Was ist RIEFUNKE?“
Van Damme überlegt.
„Vier Milliwatt.“
Der Türsteher:
„Falsch.“
„Ein Sender?“
„Auch falsch.“
„Eine Frequenz?“
„Nein.“
„Eine Scrollstube?“
„Nein.“
Van Damme:
„Ein Geheimnis?“
Der Türsteher schweigt.
Dann:
„Fast.“
Van Damme:
„Was ist es dann?“
Der Türsteher:
„Ein Grund, warum Menschen stundenlang vor einer Tür stehen.“
Van Damme nickt langsam.
„Jetzt verstehe ich.“
„Was?“
„Alles.“
Der Türsteher:
„Dann sind Sie bereit.“
DER EINLASS
Die Tür öffnet sich.
Van Damme macht einen Schritt nach vorne.
Der Türsteher hebt die Hand.
„Moment.“
Van Damme bleibt stehen.
„Jeans?“
„Nein.“
„Stöckelschuhe?“
„Nein.“
„Zu sexy?“
Van Damme:
„Nein.“
„Antenne?“
„Nein.“
Der Türsteher überlegt.
„Dann dürfen Sie rein.“
Van Damme lächelt.
„Endlich.“
Er macht einen Schritt.
Dann noch einen.
Und plötzlich:
KRRRRT.
Das Radio knackt.
Van Damme bleibt stehen.
Die Para-Tiketaketokerinnen schließen oben gleichzeitig die Augen.
Mertens greift nach seinem Spektrumanalysator.
Der Butler bringt Tee.
Der Türsteher setzt sich wieder.
Eine Stimme kommt aus dem Radio:
„Van Damme.“
Van Damme:
„Ja?“
„Du hast lange gewartet.“
„Seit ich vier Jahre alt bin.“
Pause.
„Dann bist du jetzt bereit.“
Van Damme:
„Für was?“
KRRRRT.
Die Stimme:
„Für die dritte Etage.“
Alle schauen nach oben.
Der Türsteher steht auf.
„Nein.“
Der Butler:
„Sehr wohl.“
Mertens:
„Nicht schon wieder.“
Van Damme:
„Was ist dort?“
Der Türsteher blickt zur Decke.
„Noch mehr Para.“
Van Damme lächelt.
„Das habe ich gesucht.“
AKTUELLER STAND
Jean-Claude Van Damme: aufgenommen
Tiketaketoker-Status: vorläufig
Vierjähriger Traum: erfüllt
RIEFUNKE: gehört
RIEFUNKE: nicht verstanden
Para-Symne-Gene: vorhanden
Para-Symne-Gene im Smartphone: technisch unmöglich
Smartphone: überfordert
Spagat: bestanden
Geduld: ausreichend
Antenne: nicht erforderlich
Jeans: keine
Stöckelschuhe: keine
Goethe: weiterhin privilegiert
Türsteher: sitzt
Thron: vorhanden
Mertens: technisch frustriert
Butler: Tee
Para-Tiketaketoker: alarmiert
- Etage: möglicherweise aktiv
RIEFUNKE: KRRRRT
Van Damme betritt die Scrollstube.
Hinter ihm schließt sich die Tür.
Der Türsteher nimmt sein Bier.
Dann schaut er zum Butler.
„Was sind eigentlich Para-Symne-Gene?“
Der Butler:
„Sehr wohl.“
„Und?“
„Keine Ahnung.“
Der Türsteher nickt.
„Dann sind wir wieder auf dem richtigen Weg.“
KRRRRT.
RIEFUNKE.
ENDE DES VOLLSTÄNDIG FIKTIVEN RIEFUNKE-TEXTES.
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