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Ich bin 23, lass mich fliegen.
Und vielleicht bin ich gerade in diesem Alter, in dem man noch nicht genau weiß, wohin die nächsten Flüge gehen.
Also halte mich bitte nicht fest.
Denk an den kleinen Vogel in Paul McCartneys „Blackbird“ – an dieses stille Bild vom Aufstehen, vom Fliegenlernen und davon, dass Freiheit manchmal bedeutet, jemanden gehen zu lassen, ohne ihn wirklich zu verlieren.
Denn wenn ich fliege, möchte ich nicht unbedingt von dir weg.
Vielleicht möchte ich nur wissen, dass ich fliegen darf und du trotzdem neben mir sein möchtest.
Ich möchte dich bei mir haben.
Nicht als jemand, der meine Flügel festhält.
Sondern als jemand, der neben mir sitzt, wenn ich wieder lande.
Und vielleicht landen wir irgendwann gemeinsam in der Scrollstube.
Im VIP-Raum.
Neben der Steckdose.
Ich habe sogar einen Linux.
Du kannst deinen mitbringen.
Dann schreiben wir zusammen Texte für TikToker, bis irgendwo ein KRRRRT ertönt und wir beide wissen:
Riefunke ist wieder da.
Vielleicht ist Liebe gar nicht das Gegenteil von Freiheit.
Vielleicht ist Liebe der Mensch, bei dem man frei sein kann – und trotzdem bleiben möchte.
Ich will fliegen.
Aber wenn ich mich irgendwann umsehe, hoffe ich, dass du noch neben mir bist.
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