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Wenn mein Papa diesen Text mit den drei Ufos liest, wird er vermutlich erst einmal tief durchatmen.
Dann sagt er:
„Töchterchen, du brauchst einen vernünftigen Beruf.“
Ich:
„Aber Papa …“
Er:
„Nein. Keine Scrollstube. Keine Tiketaketoker. Keine Enten. Keine Ufos. Kein Riefunke.“
Ich:
„Aber Herr Mertens hat drei Ufos entdeckt.“
Papa:
„Das ist mir völlig egal.“
Kurze Pause.
Dann wird er plötzlich ganz praktisch:
„Melde dich beim Pförtner vom Berliner Parlament.“
Ich:
„Beim Pförtner?“
Papa:
„Ja. Die verdienen doch angeblich nicht unter 10.000 Euro im Monat.“
Ich:
„Und was soll ich dort machen?“
Papa:
„Eine Tür bewachen.“
Ich:
„Und was ist mit Riefunke?“
Papa:
„Kannst du in deiner Freizeit machen.“
Ich:
„Und die englische Scrollstube?“
Papa:
„Urlaub.“
Ich:
„Und die drei Ufos?“
Papa:
„Wochenende.“
Ich:
„Und Nicole Kidman?“
Papa:
„Privatangelegenheit.“
Ich:
„Und die Ente?“
Papa schaut mich lange an.
„Die Ente geht dich nichts an.“
Dann rechnet er nach.
10.000 Euro im Monat.
Davon könnte man tatsächlich mehrfach zur englischen Scrollstube fliegen.
Hin und zurück.
Mit Gepäck.
Vielleicht sogar mit der Ente.
Und plötzlich verstehe ich:
Papa hat einen Plan.
Ich brauche keinen vernünftigen Beruf.
Ich brauche einen gut bezahlten Beruf, der meine RIEFUNKE-Forschung finanziert.
Am nächsten Morgen stehe ich vor dem Parlament.
Der Pförtner schaut mich an.
„Was möchten Sie?“
Ich:
„Ich möchte hier anfangen.“
„Als was?“
Ich hole mein schwarzes Buch heraus.
„Als Türsteherin.“
Der Pförtner wird blass.
„Von wem wurden Sie geschickt?“
Ich flüstere:
„Riefunke.“
Hinter mir macht jemand:
Quak.
Ich drehe mich um.
Die Ente ist da.
Und sie hat einen Reisekoffer.
Die englische Scrollstube wartet.
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