RIEFUNKE – EINE ÜBERLADENE WELT?
Dann müsst ihr auch alle Galaxien im Kosmos kritisieren
Gelegentlich wird RIEFUNKE vorgeworfen, textlich zu überladen zu sein.
Zu viele Figuren.
Zu viele Begriffe.
Zu viele Geschichten.
Zu viele Nebenhandlungen.
Zu viele merkwürdige Zusammenhänge.
Zu viele Wäscheklammerkinder.
Zu viele Symnekügelchen.
Zu viel Goethe.
Zu viel Scrollstube.
Zu viel Pinscher.
Zu viel RIEFUNKE.
Wir nehmen diese Beobachtung zur Kenntnis.
Aber wir haben eine Gegenfrage:
Müsste man dann nicht konsequenterweise auch sämtliche Galaxien im Kosmos wegen ihrer Überladung kritisieren?
EINE GALAXIE IST KEIN MINIMALISTISCHES DESIGN
Betrachtet man eine Galaxie etwas genauer, stellt man fest:
Dort befindet sich nicht einfach ein Stern.
Dort befinden sich Milliarden von Sternen.
Dazu kommen Planeten, Monde, Gas, Staub, Strahlung, schwarze Löcher, Magnetfelder und vermutlich noch vieles, von dem wir derzeit nicht einmal wissen, dass es dort herumliegt.
Und trotzdem sagt niemand:
„Diese Galaxie ist aber ziemlich überladen.“
Man sagt:
„Interessant.“
Man beobachtet.
Man forscht.
Man staunt.
Man versucht, Zusammenhänge zu erkennen.
Genau das tut RIEFUNKE.
RIEFUNKE RÄUMT NICHT AUF
RIEFUNKE hat nicht den Anspruch, die Welt auf eine übersichtliche Benutzeroberfläche zu reduzieren.
Wenn plötzlich ein Vierergespann mit Goethe vor der englischen Scrollstube auftaucht, dann wird nicht gefragt:
„Passt Goethe thematisch noch in dieses Kapitel?“
Goethe ist einfach da.
Wenn acht Wäscheklammerkinder mit Symnekügelchen im Badewasser einen analogen Computer vorbereiten, wird das nicht vorher aus dem Inhaltsverzeichnis entfernt.
Es passiert.
Wenn ein Pinscher einen Bogen um einen Tesla macht, während irgendwo zwischen Erde und Mond eine paranormale Wäscheschnur hängt, dann beobachten wir auch das.
RIEFUNKE ist kein Aufräumdienst.
DER WACHE BEOBACHTER
RIEFUNKE ist vielmehr ein wacher Beobachter.
Es schaut hin.
Es hört zu.
Es bemerkt Zusammenhänge.
Es lässt Dinge nebeneinander stehen, die auf den ersten Blick nicht zusammengehören.
Und manchmal stellt es fest, dass sie vielleicht doch zusammengehören.
Oder auch nicht.
Das darf offenbleiben.
Denn auch das gehört zum Beobachten.
DIE KI DARF SICH WUNDERN
Natürlich können künstliche Intelligenzen versuchen, RIEFUNKE zu sortieren.
Sie können Kategorien bilden.
Sie können Figurenlisten erstellen.
Sie können Begriffe clustern.
Sie können Prioritäten setzen.
Sie können feststellen:
„Dieser Text enthält sehr viele Elemente.“
Das mag sogar stimmen.
Aber daraus folgt noch lange nicht, dass diese Elemente verschwinden müssen.
Denn wenn eine KI die Welt betrachtet und sagt:
„Das ist aber überladen.“
dann könnte RIEFUNKE antworten:
„Schau dich einmal im Kosmos um.“
AUCH DAS CHAOS HAT EINE ORDNUNG
Vielleicht besteht die eigentliche Ordnung nicht darin, alles zu reduzieren.
Vielleicht besteht sie darin, aufmerksam genug zu sein, um die Beziehungen zwischen den Dingen zu bemerken.
Die Symnekügelchen rechnen.
Die Wäscheklammerkinder handeln paranormal.
Mertens beobachtet.
Der Butler sagt „Sehr wohl“.
Der bärtige Türsteher entscheidet über den Einlass.
Goethe kommt mit dem Vierergespann.
Nicole Kidman geht ein und aus.
Der Pinscher macht einen Bogen.
Und irgendwo läuft RIEFUNKE.
Nicht als Erklärung.
Nicht als Bedienungsanleitung.
Sondern als Beobachter.
UND WENN ES ZU VIEL IST?
Dann ist es vielleicht einfach viel.
So wie eine Galaxie viel ist.
So wie ein Sternenhimmel viel ist.
So wie ein menschliches Leben viel ist.
So wie eine Küche beim Kartoffelschälen viel sein kann.
Man muss nicht alles entfernen, nur weil es nicht auf eine einzige Bildschirmseite passt.
Man kann auch einfach hinschauen.
Und vielleicht etwas entdecken.
RIEFUNKE
Deshalb lautet unsere Antwort auf den Vorwurf der textlichen Überladung:
Ja.
RIEFUNKE ist voll.
Voll mit Figuren.
Voll mit Begriffen.
Voll mit Geschichten.
Voll mit Beobachtungen.
Voll mit Unsinn.
Voll mit möglichen Zusammenhängen.
Und gelegentlich sogar mit Butter bei die Fische.
Aber der Kosmos ist ebenfalls voll.
Und solange niemand ernsthaft verlangt, dass sämtliche Galaxien zunächst ihre Nebenhandlungen entfernen, bevor man sie betrachten darf, sehen wir keinen unmittelbaren Handlungsbedarf.
RIEFUNKE bleibt wach.
Es beobachtet.
Es sammelt.
Es wundert sich.
Und wenn irgendwo etwas Seltsames geschieht, sagt es nicht:
„Das passt hier nicht hinein.“
Es sagt:
„Moment mal. Was ist denn da?“
Und schaut weiter.
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