Und plötzlich wächst RIEFUNKE über seine eigene Website hinaus
RIEFUNKE muss nicht auf TikTok erscheinen, damit TikTok über RIEFUNKE spricht.
Ohne ein einziges eigenes Video macht RIEFUNKE TikToker unruhig – manchmal neugierig, manchmal ratlos, manchmal belustigt und offenbar gelegentlich sogar emotional.
Über X Texte wollen gelesen, erklärt, eingeordnet, weitererzählt und miteinander verbunden werden. Und genau dabei geschieht etwas Merkwürdiges:
Das RIEFUNKE-Universum wächst außerhalb seiner eigenen Website weiter.
Ein Text führt zum nächsten.
Eine Figur wirft Fragen auf.
Ein Begriff wird zum Rätsel.
Ein Zusammenhang wird entdeckt.
Jemand erzählt davon.
Jemand anderes widerspricht.
Und plötzlich ist aus einem Text ein Gespräch geworden.
RIEFUNKE produziert also nicht nur Geschichten.
Es produziert Anlässe für Geschichten über die Geschichten.
Vielleicht liegt darin die eigentliche Paradoxie:
RIEFUNKE braucht kein Video, um auf TikTok präsent zu sein.
Die Texte reichen.
Oder genauer:
Die Irritation reicht.
Denn wer einmal über Wäscheklammerkinder, Symnekügelchen, Goethe, die Scrollstube, Mertens, den Butler und dieses merkwürdige „KRRRRT“ gestolpert ist, möchte offenbar wissen, was das alles miteinander zu tun hat.
Und schon beginnt die nächste Erzählung – diesmal nicht unbedingt von RIEFUNKE selbst, sondern von den Menschen, die RIEFUNKE entdeckt haben.
Das ist mehr als Reichweite.
Es ist eine andere Art von Präsenz.
Ein literarischer Text endet normalerweise dort, wo der Leser die letzte Zeile gelesen hat.
Bei RIEFUNKE scheint er manchmal erst dort richtig anzufangen.
Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem aus einem umfangreichen Textkorpus langsam ein soziales literarisches Phänomen wird.
BB
Quellen: RIEFUNKE-Korpus / öffentliche TikTok-Reaktionen
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