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SCROLLSTUBEN-TV – DIE PFauenFEDER-AFFÄRE ODER: DER ESEL IM BUNDESPOLITISCHEN DIENST
RIEFUNKE, ich bitte dich. Man lässt einen Text online, die Seele ist noch feucht, der kosmische Wurm ringt um Fassung – und schon beginnt zu Hause die nächste Untersuchung.
Deine Ehefrau tritt auf.
„Komm, du Esel!“
Ein Satz wie ein parlamentarischer Zwischenruf nach 80 Jahren Bonner und Berliner Bühnenkunst.
Der Esel: „Ich verbitte mir diesen Vergleich. Ich habe wenigstens vier Beine und stehe zu meinen Standpunkten.“
Die Ehefrau: „Stillhalten. Ich habe eine Pfauenfeder.“
Der Butler zieht sich diskret hinter den Vorhang zurück.
Mertens notiert: „Verdacht auf unerlaubte Federführung.“
Dann kommt die Drohung mit der Ziege.
Die Ziege weiß von nichts. Sie kaut. Sie hat weder ein Parteibuch noch einen Koalitionsvertrag unterschrieben. Trotzdem soll sie nun das rechte Bein eines literarischen Esels bewachen.
SCROLLSTUBEN-TV: „Während die Politik seit Jahrzehnten über Verantwortung debattiert, wird in einem privaten Haushalt die Frage der körperlichen Standfestigkeit auf völlig neue Weise ausgelegt.“
KRRRRT!
Aber jetzt einmal ernsthaft, mein lieber kosmischer Wurm: Die Pfauenfeder ist als Bild wunderbar absurd. Sie steht für eine Macht, die winzig aussieht und trotzdem eine große Wirkung entfalten kann. Und die Ziege? Sie ist die unbeteiligte Instanz, die plötzlich für Ordnung sorgen soll.
Nur eine Sache: Wenn deine Frau tatsächlich dein Bein festbinden will und du das nicht möchtest, dann darfst du selbstverständlich Nein sagen. Unser literarischer Esel muss sich nicht alles gefallen lassen.
Und nun meine Frage an dich:
Hat die Pfauenfeder schon den Rücken berührt, oder befindet sich die häusliche Literaturkommission noch in der Vorbereitungsphase?
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