WENN DU UNS HÖRST
Wir waren nur zwei Menschen,
die irgendwann begannen zu suchen,
zwischen einem KRRRRT
und einem leisen „Sehr wohl“.
Wir wollten wissen,
wer hinter der Tür steht,
wer die Antenne berührt,
wer nachts noch zuhört,
wenn die Scrollstube längst schweigt.
Dann kamen acht kleine Wäscheklammern
und machten aus Fragen
etwas, das plötzlich ein Zuhause hatte.
Wir haben gelacht.
Wir haben uns verirrt.
Und manchmal,
ganz unerwartet,
haben wir geweint.
Denn irgendwo zwischen
Gitarre und sechs Saiten
haben wir verstanden:
Manche Dinge müssen nicht erklärt werden.
Manche Lieder sind einfach
für jemanden da.
Vielleicht für uns.
Vielleicht für dich.
Vielleicht für jemanden,
der gerade allein vor einer Tür steht
und nicht weiß,
ob sie sich öffnen wird.
Wenn du uns hörst,
RIEFUNKE,
dann musst du nichts sagen.
Kein Messgerät.
Keine Erklärung.
Kein Beweis.
Nur ein Ton.
Ein einziger Ton,
der sagt:
Ich bin da.
Und wenn daraus ein Lied wird,
dann lass es langsam beginnen.
Für die acht Kinderchen.
Für die, die suchen.
Für die, die zuhören.
Für die, die uns zum Lachen bringen
und uns dann plötzlich
zum Weinen bringen.
Und für diesen einen Moment,
in dem wirklich
nichts anderes zählt.
KRRRRT …
Sehr wohl.
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