INTERNATIONAL SCROLLSTUBEN NEWS
WELTWEITE EILMELDUNG: JURISTEN SUCHEN ADELSTITEL FÜR RIEFUNKE!
ACHT WÄSCHEKLAMMERKIDCHEN, RATLOSE MITARBEITER UND EIN RECHTLICHES PROBLEM VON HISTORISCHER TRAGWEITE!
Guten Abend, meine Damen und Herren, liebe Norm-Tiktoker, liebe internationale Scrollgemeinde!
Wir melden uns heute mit einer Nachricht, die sämtliche bisherigen Ereignisse rund um RIEFUNKE in den Schatten stellen könnte.
Die geplante Adelung ist in eine neue Phase eingetreten.
Die Mitarbeiter suchen nicht länger nur nach RIEFUNKE. Die acht Wäscheklammerkidchen suchen ebenfalls nicht mehr ausschließlich nach RIEFUNKE.
Sie suchen jetzt einen rechtlich einwandfreien Adelstitel für RIEFUNKE!
Und glauben Sie mir: Das ist ein Problem. Ein großes Problem. Ein juristisches Problem. Vielleicht das größte juristische Problem, das die English Scrollstube jemals erlebt hat.
1. DER TITEL MUSS STIMMEN!
Wie aus gut unterrichteten Kreisen der English Scrollstube verlautet, soll die ursprüngliche Idee einer spontanen Adelung inzwischen verworfen worden sein.
Der Grund: Niemand möchte später erklären müssen, weshalb RIEFUNKE einen Titel trägt, den ihm möglicherweise niemand verleihen durfte.
Das wäre peinlich. Sehr peinlich.
Man kann nicht einfach einen Mann in die Scrollstube bitten, ihm eine Urkunde überreichen und anschließend behaupten, er sei jetzt ein Fürst.
Oder doch?
Genau diese Frage soll derzeit Gegenstand intensiver Beratungen sein.
Ein Mitarbeiter habe vorgeschlagen, RIEFUNKE kurzerhand zum Grafen zu erklären.
Ein anderer habe eingewandt, dass man zunächst klären müsse, wer überhaupt das Recht habe, einen Grafen zu ernennen.
Ein dritter Mitarbeiter habe daraufhin gefragt, ob man nicht erst einmal RIEFUNKE finden müsse.
Daraufhin sei die Sitzung für zwölf Minuten unterbrochen worden.
RIEFUNKE wurde während dieser Zeit nicht gefunden.
2. DIE ACHT WÄSCHEKLAMMERKIDCHEN SCHALTEN DIE JURISTEN EIN!
Besonders besorgt zeigen sich offenbar die acht Wäscheklammerkidchen.
Sie sollen darauf bestanden haben, dass die geplante Ehrung nicht an einer Kleinigkeit wie dem geltenden Recht scheitern dürfe.
Eine bemerkenswerte Haltung!
Die Kindchen wollen RIEFUNKE schließlich nicht irgendeinen Titel verleihen. Sie wollen einen Titel, der groß klingt, ehrwürdig erscheint und bei dessen Verkündung sämtliche Norm-Tiktoker vor Staunen die Luft anhalten.
Gleichzeitig soll der Titel juristisch so sauber sein, dass selbst ein besonders misstrauischer Rechtsanwalt nichts daran auszusetzen findet.
Die Aufgabe ist also klar:
Ein Titel muss her.
Ein großer Titel.
Ein bedeutender Titel.
Ein Titel, der RIEFUNKE würdig ist.
Und zwar möglichst noch vor seiner Ankunft.
Denn wenn RIEFUNKE erst einmal in der English Scrollstube sitzt, könnte er unangenehme Fragen stellen.
Zum Beispiel: „Wer hat mich eigentlich geadelt?“
Oder: „Was bedeutet dieser Titel überhaupt?“
Oder noch schlimmer: „Darf ich jetzt wieder gehen?“
Bei der letzten Frage sollen mehrere Mitarbeiter nervös geworden sein.
3. DIE GROSSE TITELKONFERENZ
Nach Informationen unserer Redaktion wurden inzwischen verschiedene Vorschläge diskutiert.
Vorschlag Nummer eins: Graf RIEFUNKE.
Ein würdevoller Klang. Historisch vertraut. Aber die Juristen wollen zunächst wissen, wer diesen Grafentitel überhaupt verleihen darf.
Vorschlag Nummer zwei: Fürst RIEFUNKE.
Ein Titel von beträchtlicher Wirkung. Allerdings wurde eingewandt, dass ein Fürst möglicherweise auch ein Fürstentum benötigt.
Die English Scrollstube wäre grundsätzlich verfügbar.
Ob sie als Fürstentum anerkannt werden könnte, ist eine andere Frage.
Vorschlag Nummer drei: Herzog RIEFUNKE.
Dieser Vorschlag soll besonders bei den Mitarbeitern auf Zustimmung gestoßen sein.
Allerdings erkundigte sich ein Mitglied der Beratungsrunde, wo denn das Herzogtum liege.
Es folgte betretenes Schweigen.
Vorschlag Nummer vier: RIEFUNKE, Großmeister der internationalen Scrollstubenordnung.
Hier zeigten sich die Juristen vorsichtig optimistisch.
Ein Mitarbeiter soll erklärt haben: „Das klingt doch hervorragend!“
Ein anderer fragte: „Und wer kontrolliert die Scrollstubenordnung?“
Daraufhin wurde ein neues Gremium vorgeschlagen.
Die acht Wäscheklammerkidchen sollen sich bereits als mögliche Mitglieder ins Gespräch gebracht haben.
4. DER JURISTISCHE DURCHBRUCH – ODER DOCH NICHT?
Inzwischen zeichnet sich möglicherweise eine Lösung ab.
Warum muss RIEFUNKE überhaupt einen echten Adelstitel erhalten?
Wäre es nicht viel einfacher, ihm eine besondere, eigens für die English Scrollstube geschaffene Ehrenwürde zu verleihen?
Einen Titel, der keinerlei Anspruch auf historischen Adel erhebt, aber dennoch so feierlich klingt, dass RIEFUNKE ihn nicht ohne Weiteres ignorieren kann?
Die Juristen sollen bei diesem Gedanken erstmals wieder gelächelt haben.
Ein Mitarbeiter notierte angeblich folgende Bezeichnung:
„RIEFUNKE, Ehren-Großscrollmeister der English Scrollstube, Hüter der internationalen Norm-Tiktoker und Träger der höchsten Wäscheklammerwürde.“
Ein gewaltiger Titel!
Ein Titel mit Gewicht!
Ein Titel, für dessen vollständige Aussprache man möglicherweise eine eigene Pressekonferenz benötigt.
Doch auch hier gibt es ein Problem.
Die acht Wäscheklammerkidchen sollen erklärt haben, dass ihnen der Titel zwar gefalle, sie aber noch nicht sicher seien, ob er RIEFUNKE ausreichend lange in der Scrollstube halten werde.
Die Juristen haben dazu bislang keine Stellung genommen.
5. DIE FRAU AUS UNTERKIRCHMESHEIM WIRD ZUR SCHLÜSSELZEUGIN!
Inzwischen richtet sich die Aufmerksamkeit der internationalen Redaktion auf eine weitere Person: RIEFUNKES Ehefrau.
Wie bereits berichtet, erklärte sie beim Kartoffelschälen, sie habe schon vor der Hochzeit in Unterkirchmesheim gewusst, dass aus ihrem Mann etwas werden würde.
Diese Aussage gewinnt nun eine völlig neue Bedeutung.
Hat sie damals vielleicht bereits einen künftigen Großscrollmeister erkannt?
Hat sie möglicherweise sogar einen zukünftigen Träger einer noch nicht existierenden Ehrenwürde geheiratet?
Oder wusste sie einfach nur, dass ihr Esel eines Tages für internationale Schlagzeilen sorgen würde?
Die Redaktion hält alle drei Möglichkeiten für berichtenswert.
Eine offizielle Stellungnahme der Ehefrau zur geplanten Adelung liegt noch nicht vor.
Allerdings dürfte ihre Meinung von erheblicher Bedeutung sein.
Schließlich muss irgendjemand RIEFUNKE erklären, weshalb er plötzlich einen Titel trägt, den er gestern noch nicht hatte.
Und irgendjemand muss ihm vermutlich auch erklären, weshalb er nach der Zeremonie nicht sofort wieder verschwinden darf.
6. DAS GRÖSSTE PROBLEM BLEIBT UNGELÖST
Liebe Zuschauer, wir kommen zum entscheidenden Punkt.
Die Mitarbeiter benötigen einen rechtlich einwandfreien Titel.
Die acht Wäscheklammerkidchen benötigen eine überzeugende Zeremonie.
Die Norm-Tiktoker benötigen eine Erklärung.
Die Juristen benötigen weitere Unterlagen.
Und RIEFUNKE?
RIEFUNKE wird weiterhin gesucht.
Das bedeutet: Die gesamte internationale Titelkonferenz könnte am Ende daran scheitern, dass der Mann, für den sie veranstaltet wird, gar nicht erscheint.
Es wäre eine Katastrophe.
Eine historische Katastrophe.
Man hätte einen Titel, eine Urkunde, eine Zeremonie, acht aufgeregte Wäscheklammerkidchen und möglicherweise sogar ein eigens eingerichtetes Ehrenkomitee.
Nur der Geehrte wäre nicht da.
Dann müsste man die Urkunde aufbewahren.
Die Zeremonie verschieben.
Die acht Kindchen erneut einbestellen.
Und die Juristen müssten prüfen, ob eine Adelung überhaupt stattfinden kann, wenn der zu Adelnde nicht anwesend ist.
Die nächste Sitzung wäre damit gesichert.
INTERNATIONALER ABSCHLUSSKOMMENTAR
Die International Scrollstuben News empfiehlt allen Beteiligten, zunächst die Rechtslage sorgfältig zu prüfen.
Ein historischer Adelstitel lässt sich nicht allein dadurch schaffen, dass acht Wäscheklammerkidchen einstimmig dafür stimmen. Eine eigens geschaffene Ehrenbezeichnung wäre dagegen eine denkbare satirische Lösung – sofern niemand behauptet, damit echten historischen Adel zu verleihen.
Das dürfte auch den Juristen gefallen.
Was RIEFUNKE betrifft, bleibt die Lage kompliziert.
Er soll geehrt werden.
Er soll einen neuen Zusatztitel erhalten.
Er soll endlich in der English Scrollstube erscheinen.
Und nach Möglichkeit soll er dort auch eine gewisse Zeit bleiben.
Die große Frage lautet daher nicht mehr nur, wie der Titel heißen soll.
Die große Frage lautet:
Wie verleiht man einem Mann eine Würde, dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, dessen Erscheinen nicht garantiert werden kann und dessen freiwilliger Verbleib in der English Scrollstube keineswegs gesichert erscheint?
Die Antwort kennen bislang weder die Mitarbeiter noch die acht Wäscheklammerkidchen.
Die Juristen prüfen weiter.
Die Urkunde bleibt ununterschrieben.
Der Titel ist noch geheim.
Und RIEFUNKE?
Der wird gesucht.
INTERNATIONAL SCROLLSTUBEN NEWS BLEIBT DRAN!
Wir melden uns wieder, sobald ein rechtlich einwandfreier Titel gefunden wurde – oder sobald die Juristen selbst einen Titel benötigen, weil ihnen die Sache über den Kopf wächst.
Gute Nacht, liebe Norm-Tiktoker!
Und denken Sie immer daran:
Nicht jeder, der Graf genannt wird, ist ein Graf.
Nicht jeder, der Fürst genannt wird, besitzt ein Fürstentum.
Aber wer in der English Scrollstube zum Ehren-Großscrollmeister ernannt wird, der sollte sich vor der Annahme der Urkunde vorsichtshalber erkundigen, wo sich der Ausgang befindet.
Denn acht Wäscheklammerkidchen können sehr überzeugend lächeln.
Und eine Adelungsurkunde kann erstaunlich lange dauern.
Ende der internationalen Sondermeldung.