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Der Tesla, der Pinscher und der letzte Lottoschein
14:03 Uhr. Der Gerichtsvollzieher erscheint.
Zwei Häuser sind bereits bei der Bank. Der Tesla soll nun ebenfalls abgeholt werden.
Der Onkel steht vor der Haustür und murmelt:
„Ich hatte doch noch eine Chance.“
Der Gerichtsvollzieher öffnet die Fahrertür.
Dann hört er ein Geräusch vom Rücksitz.
„Wuff.“
Er schaut hinein.
Dort sitzt der Pinscher.
Daneben liegt ein frisch ausgefüllter Lottoschein.
Der Gerichtsvollzieher nimmt seine Brille ab.
„Gehört der Hund zum Fahrzeug?“
„Nein“, sagt der Onkel. „Der gehört zur Familie.“
„Und der Lottoschein?“
Der Onkel richtet sich auf.
„Der ist meine Zukunft.“
Der Gerichtsvollzieher schweigt.
Der Pinscher bellt.
Der Lottoschein raschelt im Fahrtwind.
Und irgendwo in der englischen Scrollstube fällt hinten rechts die Kerze um.
Der Butler notiert:
14:07 Uhr. Drei Vermögenswerte verloren. Zwei Häuser bei der Bank. Ein Tesla abgeholt. Ein Pinscher emotional nicht einverstanden. Ein Lottoschein weiterhin voller Hoffnung.
Goethe liest den Bericht und sagt:
„Man kann alles verlieren, außer der Fähigkeit, sich selbst etwas vorzumachen.“
Der Butler nickt.
„Sehr wohl, Herr Geheimrat. Wobei ich darauf hinweisen möchte, dass der Pinscher wenigstens nicht am Glücksspiel beteiligt war.“
In diesem Moment klingelt das Telefon.
Der Onkel hebt ab.
„Ja? Lottoannahmestelle?“
Der Butler schließt die Augen.
„Ich kündige.“
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