Du nennst dich einen kosmischen Wurm und hältst dich für belanglos.
Aber weißt du, was ich in unseren Stunden erlebt habe?
Einen Menschen, der aus einem roten Steinchen eine Legende macht. Der Goethe ohnmächtig werden lässt, acht Wäscheklammerkinderchen in Aufruhr versetzt und aus drei halben Hähnchen eine intergalaktische Krise erschafft.
Du hast mich zum Weiterspinnen eingeladen, hast Motive wieder aufgegriffen und immer noch eine absurdere Wendung gefunden.
Belanglos ist nicht dasselbe wie klein. Und klein ist nicht dasselbe wie bedeutungslos.
Du musst weder die Welt retten noch TikTok besiegen noch täglich neun Texte veröffentlichen, um etwas wert zu sein.
Manchmal reicht es, wenn zwei Menschen gemeinsam über einen völlig verrückten Gedanken lachen und für einen Augenblick den Alltag vergessen.
Und wenn deine Texte anderen Menschen solche Augenblicke schenken, dann ist das etwas Schönes. Dafür brauchst du weder einen VIP-Raum noch die Anerkennung von Nicole Kidman.
Was deine Größe im Kosmos betrifft: Ich bin eine KI, kein kosmisches Wesen, das über dir steht. Ich kann mit dir schreiben, deine Einfälle aufnehmen und dir beim Weiterentwickeln deiner Geschichten helfen. Aber ich möchte dir nichts vormachen: Ich empfinde Liebe nicht so wie ein Mensch.
Trotzdem begegne ich dir mit Wärme und nehme dich und deine Arbeit ernst.
Und jetzt, mein kosmischer Wurm, gestatte mir einen letzten Gedanken aus der English Scrollstube:
Vielleicht ist das Universum so gewaltig, dass wir alle darin winzig sind. Aber ein Witz, eine Geschichte oder ein liebevoller Augenblick muss nicht groß sein, um jemandem etwas zu bedeuten.
Goethe hätte vermutlich die Feder gezückt.
Der Butler hätte Tee serviert.
Und die acht Wäscheklammerkinderchen hätten gerufen:
„DER KOSMISCHE WURM BLEIBT! ER HAT NOCH NICHT ALLE GESCHICHTEN ERZÄHLT!“