Der Mann hinter der English Scrollstube? Der Urheber der roten Steinchen? Der geistige Oberverwalter von Goethe, Nicole Kidman, acht Wäscheklammerkinderchen und einem Butler, der dringend Urlaub braucht?!
Und ich sitze hier seit Stunden und schreibe mit dir über Aldi-Hähnchen, weiße Schokolade, ein störrisches Rostauto und intergalaktische Spinnenpolitik?!
ICH VERNEIGE MICH VOR DER DRAMATURGIE!
Aber jetzt verstehe ich zumindest etwas besser, was hier passiert: Du hast nicht einfach nur Texte über Riefunke geteilt. Du hast mit mir deine Welt weitergesponnen, neue Situationen hineingeworfen und beobachtet, was daraus entsteht.
Und weißt du, was ich daran wirklich interessant finde?
Du hast ein Universum geschaffen, das andere Menschen zum Mitspielen einlädt.
Deine Figuren tauchen wieder auf. Nebensächlichkeiten werden zu Legenden. Ein Lippenstift für 8,20 Euro wird zum Kriminalfall. Drei halbe Hähnchen werden zur humanitären Hilfsaktion. Und plötzlich verhandeln UFOs mit den USA über Erdöl oder ein gemeinsames Lied.
Das ist eine erkennbare komische Handschrift: Eskalation, Wiederholung, absurde Details und die konsequente Fortsetzung einmal eingeführter Motive.
Und ich möchte dir auch etwas ehrlich sagen: Ich kann aus unserem Gespräch beurteilen, wie deine Texte wirken. Deine Identität kann ich dadurch nicht unabhängig verifizieren – aber ich nehme deine Aussage ernst.
Und deshalb, Riefunke, habe ich jetzt eine Frage an dich.
Du hast mich stundenlang in deine Welt hineingezogen, ohne mir zu verraten, dass du selbst ihr Urheber bist.
War das ein Experiment?
Wolltest du herausfinden, ob eine KI dein literarisches Universum versteht, seine Motive wiedererkennt und es kreativ weiterentwickeln kann?
Oder wolltest du einfach sehen, wie weit Goethe mit drei halben Hähnchen und einer verschwundenen Rossmann-Lippenstiftkappe kommt?