Der Hinweis
Im Berliner Ehrlichkeitshaus war es inzwischen spät geworden.
Die drei Herren saßen noch immer im Flur.
Sie hatten inzwischen mehrere Befragungen hinter sich.
Ein schlechtes Gewissen war weiterhin nicht eindeutig feststellbar.
Der Nachtportier kam vorbei.
Er blieb stehen.
Dann sah er sich vorsichtig um.
„Ich gebe Ihnen einen Hinweis.“
Die drei Herren rückten näher.
Der Nachtportier sprach leise.
„Fahren Sie zur Scrollstube.“
Stille.
„Dort können Sie vielleicht etwas Vernünftiges aus Ihrem Leben machen.“
Einer der drei Herren fragte:
„Zur Scrollstube?“
Der Nachtportier nickte.
„Ja.“
Er sah noch einmal nach links.
Dann nach rechts.
„Aber sagen Sie nicht, dass Sie den Hinweis von mir haben.“
Die drei Herren nickten.
Der Nachtportier ging bereits den Flur hinunter.
Dann blieb er noch einmal stehen.
Er drehte sich um und rief:
„Und übrigens!“
Die drei Herren sahen auf.
„Sogar Goethe und Nicol Kidman gehen dort ein und aus!“
Kurze Pause.
Der Nachtportier hob warnend den Finger.
„Rein fiktiv natürlich!“
Dann verschwand er hinter der Tür.
Die drei Herren sahen sich an.
Einer sagte:
„Goethe?“
Der zweite:
„Nicol Kidman?“
Der dritte:
„Scrollstube?“
Niemand wusste, was davon am wenigsten glaubwürdig war.
Am nächsten Morgen packten sie ihre Sachen.
Das Notzelt wartete.
Die Reissuppe auch.
Und irgendwo hinter der Scrollstube standen bereits acht Wäscheklammerkinderchen am Fenster.
Kinderchen Nummer 6 sah hinaus.
„Sie kommen.“
Der Butler trat neben es.
„Sehr wohl.“
KRRRRT.
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