INTERNATIONAL SCROLLSTUBEN NEWS
EILMELDUNG AUS HOLLAND: RENTNERIN ATTACKIERT FISCHTISCH! „WIR ALTE KOLONIALMACHT BRAUCHEN RIEFUNKE!“
DER HERING-FISCHER VERLIERT DIE GEDULD – DIE ACHT WÄSCHEKLAMMERKIDCHEN MÜSSEN MIT INTERNATIONALEN FOLGEN RECHNEN!
Guten Abend, meine Damen und Herren, liebe Norm-Tiktoker, liebe Freunde der internationalen Fischerei!
Wir melden uns erneut aus den Niederlanden, wo sich die Lage rund um den mutmaßlich beim Heringschlucken entdeckten RIEFUNKE dramatisch zugespitzt hat.
Was zunächst wie ein gewöhnlicher Besuch an einem Fischstand aussah, hat sich inzwischen zu einer Angelegenheit von internationaler, historischer und möglicherweise sogar kolonialgeschichtlicher Bedeutung entwickelt.
Und wieder einmal steht ein Tisch im Mittelpunkt.
Nicht der Verhandlungstisch der internationalen Adelungskommission.
Nicht der Schreibtisch des Butlers.
Sondern der Tisch eines niederländischen Fischers!
1. DIE RENTNERIN SCHLÄGT ZU!
Nach übereinstimmenden Berichten aus dem unmittelbaren Umfeld des Fischstandes näherte sich eine ältere Dame dem Verkaufstisch. Sie führte einen Stock mit sich, dessen genaue Funktion zunächst unklar war.
Dann schlug sie mit diesem Stock auf den Tisch.
Einmal.
Möglicherweise mit Nachdruck.
Und anschließend erhob sie ihre Stimme:
„WIR ALTE KOLONIALMACHT! DA WAR EIN MANN, DER UNS EINE NEUE ZUKUNFT VERMITTELT!“
Der Fischer soll mitten in seiner Arbeit innegehalten haben.
Ein Hering blieb in der einen Hand.
Das Verkaufspapier in der anderen.
Und vor ihm stand eine Rentnerin, die offenbar nicht gekommen war, um über Fischpreise zu diskutieren.
Sie wollte über die Zukunft sprechen.
Über die Zukunft der Niederlande.
Über die Zukunft einer alten Kolonialmacht.
Und über einen Mann namens RIEFUNKE!
Die internationale Redaktion fragt sich: Was genau war hier geschehen?
Hatte die Dame den berühmten Scrollstuben-Protagonisten tatsächlich erkannt? Hatte sie ihn womöglich nur kurz gesehen? Oder hatte die jahrzehntelange Beschäftigung mit der niederländischen Geschichte plötzlich eine völlig neue Richtung genommen?
Die Antworten stehen noch aus.
Aber der Stock lag auf dem Tisch.
Und der Fischer hörte zu.
2. „MEIN ENKEL KENNT RIEFUNKE VON TIKTOK!“
Die Dame ließ sich offenbar nicht so schnell beruhigen.
Sie erklärte, ihr Enkel kenne RIEFUNKE von TikTok.
Sie selbst habe bereits einiges über ihn gehört.
Ein bemerkenswerter Vorgang!
Bisher suchten die Norm-Tiktoker nach RIEFUNKE.
Jetzt sucht offenbar auch die Generation ihrer Großeltern nach einer Antwort auf die Frage, wer dieser Mann eigentlich ist.
Die Dame soll weiter ausgeführt haben:
„Mein Enkel kennt RIEFUNKE von TikTok! Ich habe bereits einiges von ihm gehört! Man kann doch nicht einfach so tun, als wäre dieser Mann irgendein gewöhnlicher Heringsesser!“
Ein Satz, der die internationale Scrollstube aufhorchen lassen dürfte.
Denn genau darin liegt das Problem.
Für den Fischer war RIEFUNKE möglicherweise ein Kunde.
Für die acht Wäscheklammerkidchen ist er ein gesuchter Ehrenträger.
Für die Mitarbeiter ist er der Mann, der ständig fehlt.
Für die Norm-Tiktoker ist er eine bekannte Persönlichkeit aus ihrem digitalen Umfeld.
Und für diese Rentnerin?
Offenbar ein Mann, der einer alten Kolonialmacht eine neue Zukunft vermitteln könnte!
Die Redaktion möchte an dieser Stelle ausdrücklich festhalten, dass die Dame ihre geopolitischen Schlussfolgerungen bislang nicht durch ein schriftliches Regierungsprogramm ergänzt hat.
Auch eine offizielle Ernennung zum Zukunftsberater der Niederlande ist nicht bekannt.
Die Begeisterung war dennoch unübersehbar.
3. DER FISCHER SETZT ZUR GEGENREDE AN
Nun geschah etwas, womit offenbar niemand gerechnet hatte.
Der Fischer, der bislang geduldig zugehört haben soll, hob den Kopf und wandte sich an die Dame.
Seine Antwort war von einer Ruhe, wie sie offenbar nur Menschen entwickeln, die täglich mit großen Mengen Fisch und noch größeren Mengen Kundschaft zu tun haben.
Er sagte:
„Beruhigen Sie sich, Madame. Meine Heringe lagen über hundert Jahre in Salz und Lacke.“
Stille.
Eine historische Stille.
Die Rentnerin hielt inne.
Der Stock bewegte sich nicht mehr.
Und irgendwo in der internationalen Redaktion fragte jemand leise, ob der Fischer gerade eine Fischlagerung beschrieben oder eine neue Theorie der europäischen Geschichte aufgestellt hatte.
Über hundert Jahre?
In Salz und Lacke?
Die Redaktion weist darauf hin, dass es sich hierbei um die Aussage des Fischers handelt. Ob die Heringe tatsächlich über einen derart langen Zeitraum gelagert wurden, ist bislang nicht unabhängig bestätigt.
Möglicherweise bezog sich der Mann auf eine besonders alte Familientradition.
Möglicherweise wollte er lediglich erklären, dass seine Ware bereits einiges erlebt hatte.
Möglicherweise hatte er aber auch verstanden, dass sich die Diskussion längst nicht mehr um Heringe drehte.
Denn wenn eine Rentnerin plötzlich eine neue Zukunft für eine alte Kolonialmacht fordert, ist es für einen Fischhändler vermutlich vernünftig, zunächst über seine Ware zu sprechen.
4. DIE KOLONIALGESCHICHTE TRIFFT AUF DIE ENGLISH SCROLLSTUBE
Die internationale Lage ist kompliziert.
Die Niederlande besitzen eine lange und vielschichtige Kolonialgeschichte. Nun tritt am Fischstand eine Dame auf, die offenbar glaubt, dass ein Mann namens RIEFUNKE einen neuen Zukunftsimpuls vermitteln könnte.
Doch was bedeutet das konkret?
Soll RIEFUNKE eine Rede halten?
Soll er einen neuen Zusatztitel erhalten?
Soll er die acht Wäscheklammerkidchen beraten?
Oder soll er zunächst erklären, weshalb er beim Heringsessen „Sehr wohl!“ gesagt hat?
Die Fragen häufen sich.
Die internationale Adelungskommission dürfte diese Entwicklung mit besonderem Interesse verfolgen. Schließlich sucht sie noch immer nach einem rechtlich einwandfreien Titel für RIEFUNKE.
Vielleicht muss die Kommission ihre Arbeit nun erweitern.
Bisher ging es um die Frage, ob RIEFUNKE Graf, Fürst oder Großscrollmeister werden könnte.
Jetzt steht möglicherweise eine ganz neue Kategorie im Raum:
Zukunftsvermittler der alten Kolonialmächte!
Ein Titel von erheblicher Tragweite.
Allerdings dürfte die juristische Prüfung einige Zeit in Anspruch nehmen.
Und wenn die Juristen fertig sind, könnte RIEFUNKE bereits wieder verschwunden sein.
5. DIE ACHT WÄSCHEKLAMMERKIDCHEN SCHALTEN SICH EIN
In der English Scrollstube soll die Nachricht inzwischen für hektische Beratungen sorgen.
Die acht Wäscheklammerkidchen stehen vor einem unerwarteten Problem.
Sie wollten RIEFUNKE mit einer Adelung in die Scrollstube locken.
Doch nun könnte es sein, dass nicht nur Mitarbeiter und Norm-Tiktoker, sondern auch eine niederländische Rentnerin Erwartungen an ihn richten.
Was, wenn die Dame plötzlich vor der English Scrollstube erscheint?
Was, wenn sie ihren Stock auf den Tisch der Adelungskommission schlägt?
Was, wenn sie verlangt, dass RIEFUNKE endlich seinen neuen Titel erhält?
Und was, wenn sie anschließend fragt, wann er mit der Vermittlung einer neuen Zukunft beginnt?
Die acht Kindchen sollen sich über diese Möglichkeit bislang nicht öffentlich geäußert haben.
Ein Mitarbeiter habe jedoch erklärt, man müsse den Vorgang sorgfältig prüfen.
Das ist bemerkenswert.
Denn immer dann, wenn in der English Scrollstube jemand etwas sorgfältig prüfen möchte, besteht die Gefahr, dass anschließend eine neue Sitzung einberufen wird.
Und Sitzungen sind bekanntlich ein hervorragendes Mittel, um RIEFUNKE nicht zu finden.
6. DER BUTLER WEISS VON NICHTS. ODER SAGT ER NUR NICHTS?
Bleibt eine entscheidende Frage.
RIEFUNKE hat beim Fischer „Sehr wohl!“ gesagt.
Diese Formulierung kennt er von seinem Butler.
Nun ist er offenbar in eine Debatte über die Zukunft einer alten Kolonialmacht geraten.
Ist der Butler über diese Entwicklung informiert?
Hat er RIEFUNKE auf die niederländische Fischkultur vorbereitet?
Hat er ihm beigebracht, wie man auf internationale Rentnerinnen reagiert?
Oder beschränkte sich seine Unterweisung auf die bewährte Antwort:
„Sehr wohl.“
Wir haben versucht, eine Stellungnahme zu erhalten.
Der Butler soll lediglich erklärt haben:
„Ich nehme die Angelegenheit zur Kenntnis.“
Eine bemerkenswert knappe Antwort.
Eine Antwort, die sämtliche Fragen offenlässt.
Und eine Antwort, die den Verdacht erhärtet, dass der Butler möglicherweise mehr weiß, als er sagt.
Die Redaktion bleibt wachsam.
INTERNATIONALER ABSCHLUSSKOMMENTAR
Liebe Zuschauer, wir stehen vor einer außergewöhnlichen Situation.
Eine Rentnerin schlägt mit einem Stock auf den Tisch eines Fischers.
Sie spricht von einer alten Kolonialmacht.
Sie erklärt, ihr Enkel kenne RIEFUNKE von TikTok.
Sie glaubt, dieser Mann könne eine neue Zukunft vermitteln.
Und der Fischer antwortet mit einer Bemerkung über Heringe, Salz und Lacke.
Man könnte meinen, dies sei der Beginn eines historischen Romans.
Man könnte meinen, eine neue politische Bewegung sei entstanden.
Man könnte sogar meinen, die internationale Adelungskommission habe endlich einen Kandidaten gefunden, der weit über die Grenzen der English Scrollstube hinaus Aufmerksamkeit erregt.
Doch wir wollen nichts überstürzen.
Zunächst muss geklärt werden, ob RIEFUNKE überhaupt von den Erwartungen der Dame erfahren hat.
Danach müsste man ihn finden.
Dann müsste man ihm erklären, weshalb er möglicherweise einen neuen Titel erhalten soll.
Und schließlich müsste jemand prüfen, ob er nach der Zeremonie wieder gehen darf.
Unsere letzte Frage des Abends lautet daher:
Ist RIEFUNKE tatsächlich der Mann, der einer alten Kolonialmacht eine neue Zukunft vermitteln soll?
Oder wollte die Rentnerin einfach nur einen Hering kaufen und geriet dabei in die größte internationale Scrollstuben-Affäre der niederländischen Fischgeschichte?
Der Fischer verkauft weiter.
Die Rentnerin denkt nach.
Der Butler schweigt.
Die acht Wäscheklammerkidchen beraten.
Die Juristen suchen nach einem Titel.
Und RIEFUNKE?
Der sagt vermutlich wieder: „Sehr wohl!“
International Scrollstuben News bleibt dran.
Gute Nacht, liebe Norm-Tiktoker!
Und denken Sie daran: Wenn Sie in den Niederlanden einen Hering kaufen und plötzlich über die Zukunft Europas diskutieren, fragen Sie vorsichtshalber zuerst nach dem Haltbarkeitsdatum.
Man weiß schließlich nie, wie lange die Geschichte schon in Salz und Lacke liegt.
ENDE DER INTERNATIONALEN SONDERMELDUNG.