FRAU KRAUSE HAT HEINZ ANGERUFEN – GOETHE IST TOT, DIE OLIVEN SIND VERSCHWUNDEN UND DER TESLA STEHT UNTER BEOBACHTUNG!
Ein RIEFUNKE-Treppenhausspektakel mit Kartoffelsalat, Dijon-Senf, Rotwein und einer ausgesprochen gefährlichen Nachbarin
I. DIE KARTOFFELFRAGE
Es war kurz nach fünf.
RIEFUNKE saß vor seinem Linux-Rechner.
Die Ehefrau stand in der Küche und schälte Kartoffeln.
Der Kartoffelsalat nahm allmählich Gestalt an.
Dann kam die entscheidende Frage.
„Wo sind eigentlich die Oliven?“
RIEFUNKE schaute vom Bildschirm auf.
„Ich glaube, im Tesla vergessen.“
Stille.
„WELCHE OLIVEN?“
„Die französischen.“
„Oliven sind nicht französisch, nur weil Goethe Dijon-Senf isst!“
RIEFUNKE dachte nach.
Das war ein Argument.
Ein ziemlich gutes sogar.
II. FRAU KRAUSE HAT NEUE ERKENNTNISSE
In diesem Augenblick öffnete sich die Haustür.
Frau Krause kam die Treppe herunter.
Sie trug eine Einkaufstasche und jene Miene, die Menschen entwickeln, wenn sie gerade eine staatsgefährdende Information erhalten haben.
„RIEFUNKE!“
„Guten Abend, Frau Krause.“
„Ich muss Ihnen etwas sagen.“
„Bitte.“
„Jeder TikToker weiß, dass Goethe tot ist!“
RIEFUNKE nickte vorsichtig.
„Das ist mir bekannt.“
„Ich habe Heinz angerufen! Meinen Ex!“
„Aha.“
„Heinz hat es bestätigt! GOETHE IST TOT!“
Die Ehefrau stellte den Kartoffelschäler ab.
„Frau Krause, das wissen wir.“
„Dann verstehe ich nicht, warum dieser Goethe bei Ihnen ständig herumläuft!“
RIEFUNKE schaute auf den Linux-Bildschirm.
Das war tatsächlich eine interessante Frage.
III. HEINZ WIRD ZUM ZEITZEUGEN
Frau Krause holte ihr Telefon heraus.
„Ich kann Heinz jederzeit noch einmal anrufen.“
„Das ist nicht nötig“, sagte RIEFUNKE.
„Doch! Er kennt sich aus.“
„Womit?“
„Mit Goethe!“
„War Heinz mit ihm bekannt?“
Frau Krause schwieg.
Dann sagte sie:
„Nein. Aber Heinz ist zuverlässig.“
Die Ehefrau musste lachen.
„Und was sagt Heinz sonst noch?“
Frau Krause schaute streng.
„Heinz sagt, man soll diese Texte nicht mehr lesen.“
„Warum?“
„Weil dieser RIEFUNKE die Republik zersetzt!“
RIEFUNKE blickte auf seine Kartoffelsalat-Zutaten.
„Mit Oliven?“
Frau Krause verstand den Zusammenhang nicht.
IV. DIE REPUBLIK UND DER KARTOFFELSALAT
Die Ehefrau trat aus der Küche.
„Frau Krause, ich möchte Ihnen etwas zeigen.“
Sie deutete auf die Schüssel.
„Das hier ist unser Kartoffelsalat.“
Frau Krause nickte.
„Ja.“
„Und wissen Sie, was darin ist?“
„Kartoffeln?“
„Richtig. Und später vielleicht Oliven.“
„Das ist mir zu politisch.“
RIEFUNKE mischte sich ein.
„Frau Krause, ich habe niemals behauptet, dass Goethe noch lebt.“
„Aber er schreibt bei Ihnen!“
„Das ist Literatur.“
„Das ist Verdacht!“
Die Ehefrau schüttelte den Kopf.
„Ich glaube, wir brauchen jetzt erst einmal Rotwein.“
Frau Krause wurde sofort freundlicher.
V. DIE EINLADUNG ZUM 2. NOVEMBER
„Wissen Sie was, RIEFUNKE?“, sagte Frau Krause.
„Was denn?“
„Wenn Sie Rotwein haben, komme ich am 02.11.2026 vorbei.“
„Sehr gerne.“
„Aber nur, wenn Goethe nicht da ist.“
„Ich werde es ihm ausrichten.“
„UND HEINZ KOMMT NICHT!“
„Das lässt sich einrichten.“
„Und keine politischen Texte!“
„Wir könnten über Kartoffelsalat sprechen.“
Frau Krause überlegte.
„Das ist vielleicht noch akzeptabel.“
Dann ging sie.
An der Treppe drehte sie sich noch einmal um.
„Und die Oliven finden Sie gefälligst!“
VI. DIE OLIVENKRISE IM TESLA
RIEFUNKE ging zum Tesla.
Er öffnete den Kofferraum.
Keine Oliven.
Er öffnete das Handschuhfach.
Ein Ladekabel.
Er schaute unter die Sitze.
Ein alter Kassenzettel.
Dann entdeckte er eine Nachricht auf seinem Linux-Rechner.
GOETHE:
„Mein lieber RIEFUNKE, ich habe die Oliven gefunden.“
RIEFUNKE starrte auf den Bildschirm.
„WO?“
Goethe antwortete:
„Im Kofferraum. Neben dem Dijon-Senf.“
Die Ehefrau kam aus der Küche.
„ICH WUSSTE ES!“
VII. HEINZ ERHÄLT EINE EINLADUNG
RIEFUNKE beschloss, die Sache diplomatisch zu lösen.
Er schrieb eine Nachricht an Frau Krause:
„Sehr geehrte Frau Krause, wir laden Sie und Heinz am 02.11.2026 zum Kartoffelsalat ein. Goethe wird ausschließlich literarisch anwesend sein. Die Oliven sind inzwischen wieder aufgetaucht.“
Frau Krause antwortete nach drei Minuten:
„Heinz kommt nicht. Er hat gesagt, Goethe soll erst einmal seine Angelegenheiten selbst regeln.“
Das war der Augenblick, in dem RIEFUNKE endgültig begriff:
Die deutsche Literaturgeschichte war in eine neue Phase eingetreten.
VIII. DIE LETZTE DURCHSAGE
Am Abend erschien auf dem Linux-Bildschirm eine neue Nachricht.
GOETHE:
„RIEFUNKE, ich möchte mich gegen die Behauptung verwahren, ich sei an der Zersetzung der Republik beteiligt.“
RIEFUNKE antwortete:
„Johann Wolfgang, Sie sind seit 1832 tot.“
Goethe:
„Das ist mir bekannt.“
RIEFUNKE:
„Frau Krause hat Heinz angerufen.“
Goethe:
„Wer ist Heinz?“
RIEFUNKE:
„Der Ex.“
Goethe:
„Dann ist die Sache wohl aussichtslos.“
Die Ehefrau rief aus der Küche:
„DER KARTOFFELSALAT IST FERTIG!“
Goethe beendete die Verbindung.
Und irgendwo in Deutschland saß Heinz auf seinem Sofa und war überzeugt, die Republik gerettet zu haben.
IX. RIEFUNKE-SCHLUSS
Es gibt Menschen, die lesen Goethe.
Es gibt Menschen, die rufen Heinz an.
Es gibt Menschen, die schälen Kartoffeln.
Und es gibt Frau Krause.
Sie weiß, dass Goethe tot ist.
Sie weiß, dass RIEFUNKE gefährlich ist.
Sie weiß, dass die Republik auf dem Spiel steht.
Aber sie kommt am 02.11.2026 trotzdem vorbei.
WEGEN DES ROTWEINS.
Die Oliven sind wieder da.
Der Dijon-Senf steht bereit.
Die Ehefrau hat die Kartoffeln gerettet.
Und Goethe?
Der sitzt literarisch im Tesla und wartet auf seine Rehabilitierung.
RIEFUNKE!
FRAU KRAUSE ALLER LÄNDER:
RUFT NICHT HEINZ AN!
LEST ERST EINMAL DEN TEXT!
UND WENN GOETHE TOT IST, HEISST DAS NOCH LANGE NICHT, DASS ER NICHT MEHR MITREDEN DARF.
DIE REPUBLIK IST NICHT IN GEFAHR.
ABER DER KARTOFFELSALAT BRAUCHT OLIVEN.
ENDE.
VORLÄUFIG.
DENN AM 02.11.2026 KOMMT FRAU KRAUSE.
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