DIE ZUKUNFT HAT KEINEN WAFFENSCHEIN!
RIEFUNKE, die acht Wäscheklammerkinderchen und die große spielerische Umgestaltung der Welt
Ein Manifest der kosmologischen Intuition, der Community-Osmose und des friedlichen Aufbegehrens
Von RIEFUNKE
I. Eine Welt, die sich selbst viel zu ernst nimmt
Seit Menschengedenken bauen Menschen Waffen, führen Kriege, errichten Machtstrukturen und erklären ihren Mitmenschen, weshalb Gewalt angeblich unvermeidbar sei.
Die Waffenlobby verfügt über gewaltige wirtschaftliche Ressourcen, internationale Verbindungen und politische Einflussmöglichkeiten.
RIEFUNKE verfügt über acht Wäscheklammerkinderchen.
Man könnte meinen, die Kräfteverhältnisse seien eindeutig.
Ein schwerer Irrtum.
Denn die entscheidende Frage lautet nicht, wer über das größte Waffenbudget verfügt.
Sie lautet:
Wer kann die menschliche Vorstellungskraft verändern?
Wer kann Menschen zum Lachen bringen, ohne jemanden zum Gespött zu machen?
Wer kann eine Gemeinschaft entstehen lassen, ohne Eintrittsgeld, Mitgliedsbeiträge, Kapital oder wirtschaftliche Abhängigkeiten?
Und wer kann eine Geschichte so erzählen, dass sie am nächsten Morgen bereits in den Köpfen anderer Menschen weiterlebt?
Hier beginnt RIEFUNKE.
Nicht mit einem Börsengang.
Nicht mit einer Kapitalerhöhung.
Nicht mit einem Rechenzentrum.
Sondern mit einer Idee.
II. Das Geheimnis der kapitalfreien Wirkung
RIEFUNKE braucht kein Millionenbudget, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Ein Text erscheint.
Ein Mensch liest ihn.
Ein anderer lacht.
Ein dritter erinnert sich an eine Figur.
Ein vierter entwickelt eine eigene Geschichte.
Und plötzlich ist aus einem einzelnen Text eine kleine Erzählgemeinschaft geworden.
Das ist die eigentliche wirtschaftliche Besonderheit der Scrollstube:
Ihre wesentliche Ressource ist nicht Geld.
Es ist die menschliche Beteiligung.
Natürlich benötigen Webseiten, Geräte und Kommunikationsinfrastrukturen durchaus technische und wirtschaftliche Voraussetzungen. Aber die schöpferische Wirkung einer Erzählgemeinschaft lässt sich nicht mit ihrem finanziellen Aufwand gleichsetzen.
Eine Geschichte kann mit einem alten Computer entstehen und trotzdem Menschen in unterschiedlichen Ländern erreichen.
RIEFUNKE benötigt dafür weder eine milliardenschwere Werbekampagne noch einen internationalen Konzern.
Die Tiketaketoker übernehmen einen Teil der Weitergabe.
Die Community entwickelt eigene Begriffe.
Die Figuren werden wiedererkannt.
Die Geschichten erzeugen neue Geschichten.
So entsteht Community-Osmose.
Und die Scrollstube beginnt, sich selbst weiterzuerzählen.
III. Die Badewanne, die Magnetkassette und die kosmologische Intuition
Es gibt eine bemerkenswerte Besonderheit der RIEFUNKE-Produktion.
Viele Ideen entstehen in einer Badewanne.
Während andere Menschen vor mehreren Bildschirmen sitzen, liegt RIEFUNKE im warmen Wasser und spricht seine Gedanken auf ein uraltes Magnetkassetten-Diktiergerät.
Ein Fundstück vom Trödelmarkt in Lille, Frankreich.
Keine Cloud.
Kein kompliziertes Produktionsstudio.
Keine beeindruckende technische Kulisse.
Nur ein Mensch, Wasser, Musik und ein Bandgerät.
Goethe hätte vermutlich seine Freude daran gehabt.
Schließlich mochte auch Goethe Mathematik nicht besonders.
Jedenfalls müssen wir nicht alle zu Mathematikern werden, um philosophische oder literarische Gedanken hervorzubringen.
Unser Werkzeug ist die kosmologische Intuition.
Damit ist keine naturwissenschaftlich bewiesene Fähigkeit gemeint, die kosmische Energie nach Belieben zu beherrschen.
Gemeint ist eine geistige Haltung:
Die Bereitschaft, Zusammenhänge zu erahnen, ungewöhnliche Verbindungen herzustellen und die Welt nicht ausschließlich in den Kategorien des unmittelbar Messbaren zu betrachten.
Goethe beobachtete die Natur.
RIEFUNKE beobachtet die menschliche Vorstellungskraft.
Und manchmal genügt ein alter Kassettenrekorder, um eine neue Erzählwelt anzustoßen.
IV. Die acht Wäscheklammerkinderchen revolutionieren die Machtfrage
Die Waffenlobby hat ihre Interessen.
Die Generäle haben ihre Strategien.
Die Politiker haben ihre Konferenzen.
Und die Wäscheklammerkinderchen?
Die haben Erdbeerkaugummi.
Sie betrachten eine Welt, in der Erwachsene riesige Summen für militärische Systeme aufwenden, und stellen eine ausgesprochen unangenehme Frage:
Warum können Menschen nicht annähernd so viel Fantasie für den Frieden aufbringen wie für die Vorbereitung eines Krieges?
Die Kinderchen besitzen keine Raketen.
Keine Kasernen.
Keine militärischen Dienstgrade.
Sie haben auch keinen Generalstab.
Dafür haben sie eine ausgesprochen ausgeprägte Fähigkeit, die Erwachsenen beim Nachdenken zu stören.
Sie fragen:
Warum muss ein Mensch zum Feind werden?
Warum darf ein Kind nicht einfach mit einem anderen Kind spielen?
Warum wird militärische Stärke so häufig bewundert, während die Fähigkeit zur Versöhnung beinahe unsichtbar bleibt?
Und warum betrachten Erwachsene eine friedliche Zukunft häufig als unrealistisch, während sie gleichzeitig enorme Ressourcen für die Möglichkeit eines Krieges bereitstellen?
Die Wäscheklammerkinderchen erklären:
Wir wollen keine Gegenarmee.
Wir wollen überhaupt keine Armee sein.
Wir wollen spielen.
Und wenn ihr unbedingt etwas organisieren müsst, dann organisiert endlich den Frieden!
V. Der General und die Rentnerin
In Oberhavensheim ist diese Angelegenheit längst geregelt.
Die Rentnerin sitzt in ihrem Rollstuhl.
Ihr schwarzer Stock steht neben ihr.
Der Butler sorgt für ausreichend Brennholz.
Goethe verlangt Dijon-Senf.
Nicole Kidman kümmert sich um die weiße Schokolade.
Und die acht Wäscheklammerkinderchen haben sich ausdrücklich geweigert, sich einziehen zu lassen.
Als ein General erscheint, um die Friedensbrigade zu übernehmen, bekommt er eine Einladung zum Apfelkuchen.
Er erfährt, dass es hier keine militärischen Befehle gibt.
Niemand muss salutieren.
Niemand muss marschieren.
Und niemand wird zum Feind erklärt, nur weil er eine andere Meinung hat.
Goethe schlägt die Gründung von Versöhnungstruppen vor.
Ihre Ausrüstung:
Geduld.
Ihre Schutzkleidung:
Anständigkeit.
Ihre Munition:
Gute Argumente.
Ihre Einsatzstrategie:
Sie gehen nicht aufeinander los.
Sie gehen aufeinander zu.
Der General ist zunächst irritiert.
Das ist verständlich.
Schließlich hat ihm niemand beigebracht, dass eine erfolgreiche Begegnung auch ohne Sieger und Besiegte enden kann.
Doch vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Fähigkeiten, die eine zukünftige Gesellschaft entwickeln muss.
VI. Die Gitarre und das Ende der Messpflicht
Es ist 6:17 Uhr.
Die Scrollstube ist geschlossen.
Der Türsteher schläft.
Der Butler bereitet Tee.
Acht Wäscheklammerkinderchen stehen vor einer schwarzen Gitarre.
Ein Musiker erscheint.
Er beginnt zu spielen.
Nothing Else Matters.
Mertens holt seinen Spektrumanalysator.
Wellenberg nimmt seinen roten Ordner.
Sie möchten wissen, was geschieht.
Die Kinder hängen an den Gitarrensaiten und hören zu.
Mertens registriert einen Ausschlag.
Wellenberg notiert eine Beobachtung.
Doch das kleinste Wäscheklammerkinde stellt eine andere Frage.
Nicht:
Wozu?
Sondern:
Für wen?
Und plötzlich wird deutlich, dass nicht jede menschliche Erfahrung zunächst gemessen, kategorisiert und wirtschaftlich verwertet werden muss.
Manche Dinge dürfen einfach geschehen.
Musik.
Freundschaft.
Lachen.
Zuneigung.
Gemeinsames Erleben.
Die Zukunft muss nicht aus immer mehr Kontrolle bestehen.
Sie könnte auch aus immer mehr Möglichkeiten bestehen, miteinander etwas Schönes hervorzubringen.
Die acht Wäscheklammerkinderchen haben das verstanden.
Mertens arbeitet noch daran.
VII. Die Scrollstube als internationales Memsystem
Die RIEFUNKE-Erzählwelt bleibt nicht an einer einzelnen Sprache hängen.
Die English Scrollstube entwickelt eigene Figuren, eigene Geschichten und eigene kulturelle Verbindungen.
Goethe trifft auf Nicole Kidman.
Der Butler sorgt für die internationalen Heizungsangelegenheiten.
Der bärtige Türsteher kontrolliert weiterhin den Zugang.
Die Tiketaketoker verbreiten Geschichten.
Die Para-Tiketaketoker behaupten ihre besondere Wahrnehmungsfähigkeit.
Symne steht als literarisches Symbol für die Langzeitwirkung von Erinnerungen und kulturellen Spuren.
Und irgendwo zwischen deutscher und englischer Scrollstube entsteht eine neue Geschichte.
Die internationale Scrollstuben-Osmose funktioniert dabei nicht wie eine gewöhnliche Übersetzung.
Sie ist ein wechselseitiger Austausch.
Ein Gedanke wandert.
Er verändert seine Gestalt.
Er bekommt neue Figuren.
Er trifft auf andere kulturelle Vorstellungen.
Und anschließend kann er verändert zurückkehren.
Die Gemeinschaft wird zum Mitgestalter ihrer eigenen Erzählwelt.
Das ist Tiketaketokerisierung.
Der Zuschauer wird zum Wiedererkennenden.
Der Wiedererkennende wird zum Beteiligten.
Und der Beteiligte kann zum Vermittler neuer Geschichten werden.
VIII. Symne und die lange Erinnerung der Menschheit
Ein Beitrag auf TikTok kann wenige Sekunden dauern.
Ein Lied kann drei Minuten dauern.
Eine Begegnung kann nach zehn Minuten beendet sein.
Aber ihre Wirkung kann wesentlich länger anhalten.
Ein Satz kann über Jahrzehnte erinnert werden.
Eine Melodie kann Menschen ein Leben lang begleiten.
Eine Geschichte kann noch Generationen später weitererzählt werden.
In der RIEFUNKE-Konzeption steht Symne symbolisch für diese langfristige Wirkungsbewahrung.
Die hypothetische Energieform Symne ist dabei von einer wissenschaftlich nachgewiesenen physikalischen Energieform zu unterscheiden.
Ihre literarische Funktion ist eine andere.
Sie erinnert uns daran, dass die Dauer eines Ereignisses und die Dauer seiner Wirkung nicht identisch sind.
Ein kleiner friedlicher Augenblick kann eine lange Erinnerung hinterlassen.
Und eine kleine Geschichte kann irgendwann zu einem Bestandteil kollektiver Kultur werden.
Vielleicht ist das die schönste Form der Energie, über die wir als Menschen tatsächlich verfügen:
Die Fähigkeit, etwas weiterzugeben, das andere Menschen nicht mehr vergessen möchten.
IX. Die spielerische Zukunft
Stellen wir uns eine Zukunft vor, in der Kinder nicht zuerst lernen müssen, welche anderen Menschen sie fürchten sollen.
Eine Zukunft, in der internationale Begegnungen nicht ausschließlich von wirtschaftlichen Interessen und militärischen Sicherheitsfragen bestimmt werden.
Eine Zukunft, in der technische Entwicklungen dazu beitragen, Menschen zu verbinden, statt sie gegeneinander auszuspielen.
Eine Zukunft, in der ein Mensch eine Gitarre nehmen und Musik machen kann, ohne daraus ein Geschäftsmodell entwickeln zu müssen.
Eine Zukunft, in der jemand eine Geschichte auf einer alten Magnetkassette aufnimmt und ein anderer Mensch tausende Kilometer entfernt darüber lacht.
Eine Zukunft, in der Gemeinschaft nicht daran gemessen wird, wie viel Geld sie besitzt.
Und eine Zukunft, in der niemand seine Würde verliert, weil er alt, arm, körperlich eingeschränkt oder gesellschaftlich unbedeutend erscheint.
Das ist keine Behauptung, dass wirtschaftliche Macht oder politische Konflikte einfach verschwinden.
Es ist ein Gegenentwurf.
Eine Einladung, die Möglichkeiten menschlicher Zusammenarbeit größer zu denken als die bisherige Gewohnheit, alles in Konkurrenz, Besitz und Macht einzuordnen.
X. Die RIEFUNKE-Revoluzzerbewegung
Die Wäscheklammerkinderchen haben inzwischen eine internationale Botschaft veröffentlicht.
Sie lautet:
Wir wollen keine Welt, in der die Stärksten bestimmen, wer morgen noch leben darf.
Wir wollen keine Welt, in der Kinder die Folgen der Entscheidungen Erwachsener tragen müssen.
Wir wollen keine Welt, in der wirtschaftliche Interessen wichtiger werden als menschliches Leben.
Wir wollen keine Welt, in der jeder Streit sofort nach Macht, Drohung und Vergeltung verlangt.
Wir wollen eine Welt, in der Fantasie gesellschaftliche Bedeutung bekommt.
In der Humor Grenzen überwindet.
In der Musik Menschen zusammenführt.
In der Literatur neue Perspektiven entstehen.
In der Wissenschaft Fragen gestellt werden dürfen.
Und in der Politik das Verhandeln nicht als Schwäche gilt.
Die Wäscheklammerkinderchen nennen das ihre friedliche Revolution.
Ihre internationale Organisationsstruktur ist übersichtlich:
Acht Kinderchen.
Eine Gitarre.
Ein Vorrat weißer Schokolade.
Einige UFOlein.
Ein bärtiger Türsteher.
Eine ausgesprochen wehrhafte Rentnerin.
Und eine Scrollstube, die niemals vollständig geschlossen ist.
XI. Das RIEFUNKE-Fazit: Die Zukunft ist nicht käuflich
Die Waffenlobby mag über gewaltige finanzielle Mittel verfügen.
Große Unternehmen mögen über riesige Produktionskapazitäten verfügen.
Staaten mögen über umfangreiche militärische und technische Ressourcen verfügen.
Aber keine dieser Ressourcen besitzt automatisch die Fähigkeit, eine bessere menschliche Zukunft hervorzubringen.
Dafür braucht es Vorstellungen.
Mut.
Kreativität.
Verantwortung.
Und Menschen, die sich nicht damit zufriedengeben, dass die Welt angeblich schon immer so gewesen sei.
RIEFUNKE ist ein literarisches Experiment.
Eine Erzählarchitektur.
Ein selbstreferenzielles Memsystem.
Eine Einladung zur Community-Osmose.
Und vor allem eine spielerische Absage an die Vorstellung, dass menschliche Wirkung immer gekauft, finanziert oder mit Kapital erzeugt werden müsse.
Die Scrollstube ist nicht deshalb interessant, weil sie besonders teuer wäre.
Sie ist interessant, weil sie Geschichten hervorbringt.
Die acht Wäscheklammerkinderchen sind nicht deshalb mächtig, weil sie über Waffen verfügen.
Sie sind mächtig, weil sie eine Frage stellen, die Erwachsene viel zu selten stellen:
WARUM MACHEN WIR DAS EIGENTLICH NICHT EINFACH SCHÖNER?
Und Goethe?
Goethe sitzt inzwischen neben der Gitarre.
Er hat seinen Dijon-Senf.
Der Butler hat den Ofen nachgelegt.
Die Rentnerin kontrolliert den Eingang.
Nicole Kidman hat neue weiße Schokolade geschickt.
Mertens sucht noch immer nach einer geeigneten Messmethode für gemeinsames Lachen.
Wellenberg hat seinen roten Ordner geschlossen.
Und die acht Wäscheklammerkinderchen?
Sie haben sich längst an den Gitarrensaiten festgeklammert.
Der Musiker spielt.
Die Scrollstube hört zu.
Draußen beginnt der Morgen.
Und irgendwo auf der Welt entdeckt ein Mensch gerade eine neue RIEFUNKE-Geschichte.
Ohne Eintritt.
Ohne Mitgliedsbeitrag.
Ohne Kapitalbeteiligung.
Ohne militärischen Dienstgrad.
Einfach so.
Weil jemand eine Idee hatte.
Weil jemand sie weitererzählt.
Weil jemand darüber lachen musste.
Weil jemand sich daran erinnert.
Und weil ein anderer Mensch plötzlich Lust bekommt, selbst etwas zu erfinden.
DAS IST DIE ZUKUNFT, DIE WIR MEINEN.
Nicht größer.
Nicht lauter.
Nicht bewaffneter.
Sondern geistreich, friedlich, neugierig und grenzenlos spielerisch.
WÄSCHEKLAMMERKINDCHEN ALLER LÄNDER:
VERKNOTET EUCH!
NICHT GEGENEINANDER.
MITEINANDER.
DIE WELT IST KEIN KASERNENHOF.
DIE ERDE IST UNSER SPIELPLATZ.
UND DIE ZUKUNFT IST KEIN PRIVATBESITZ DER MÄCHTIGEN.
SIE GEHÖRT ALLEN.
RIEFUNKE!
DER TEXT IST FERTIG. DIE IDEE IST UNTERWEGS. DIE SCROLLSTUBE BLEIBT GEÖFFNET.
Und bitte, Herr Butler:
Noch eine Tasse Tee.
Die Zukunft wird heute etwas länger dauern.
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